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13. Februar 2012
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Mutapcic siegt nochmal und verkündet Abschied selbst

Braunschweiger Basketballer gewinnen bei Vizemeister Bonn 83:67 und werden 13.

Von Ute Berndt und Gerhard Mertens

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BRAUNSCHWEIG.  Nun hat es im letzten Spiel doch noch geklappt mit dem dritten Auswärtssieg der Saison. Mit dem Erfolg beim Tabellenvierten bewiesen die Braunschweiger Moral und verbesserten sich noch um einen Tabellenplatz.

Nun ist es also raus: Er sehe seine Zukunft nicht in Braunschweig, erklärte Emir Mutapcic nach dem letzten Saisonspiel der Phantoms-Basketballer auf Nachfrage der Bonner Journalisten. Er würde aber gerne in der Bundesliga weitercoachen. So hatte man dem Trainer von Vereinsseite wohl bereits gesagt, dass sein Vertrag nicht verlängert wird, dies nur noch nicht öffentlich gemacht. Sportdirektor Oliver Braun war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Trotz der zwölf Tage Pause und aller Abschiedsstimmung boten die Braunschweiger beim Vizemeister nochmal einen richtig engagierten Auftritt. Sie waren die Mannschaft, die den Sieg mehr wollte und ihn mit 83:67 (40:36) auch souverän bekam. "Es ist einfach viel schöner, mit einem Erfolg aus der Saison zu gehen", begründete Flügelspieler Nils Mittmann.

Durch Platz zwei im Dreiervergleich mit Tübingen und Düsseldorf schoben sich die Phantoms vom 14. auf den 13. Platz und ließen sich feiern. Zum Abschluss waren nochmal besonders viele Fans angereist und machten richtig Stimmung. "Das war eine tolle Unterstützung", bedankte sich Mittmann.

Die Bonner, denen in Spielmacher EJ Rowland kurzfristig der dritte Leistungsträger ausgefallen war, spielten nur bis ins dritte Viertel auf Augenhöhe mit den Gästen. Nach dem Zwischenspurt der Phantoms auf 42:53 (34.) entschieden sie sich dann für ein Schonprogramm im Blick auf das nächstes Wochenende beginnende Viertelfinale. Bloß keine weitere Verletzung kassieren, hatte Trainer Mike Koch vor der Partie als Devise ausgegeben.

Die Braunschweiger spielten beim zuvor in eigener Halle erst zweimal bezwungenen Tabellenvierten wieder ihre Stärke auf der Centerposition gut aus. Kyle Visser und Jason Cain wurden immer wieder gut in Szene gesetzt, und hätte Cain unter dem Korb besser als nur fünf von zwölf Würfen getroffen, hätte der Favorit richtig schlecht ausgesehen.

"Klar war Bonn gedanklich schon in den Play-offs und hat lange die Bankspieler eingesetzt", räumte Mittmann ein. "Aber es war nicht Not gegen Elend, sondern ein richtiges, intensives Basketballspiel."

Und eines, das die Fans erst recht wehmütig in die unerwünscht früh beginnende Sommerpause entließ, weil der dritte Sieg in Serie die "Hätte-Wäre-Wenn-Argumente" wieder in Erinnerung ruft: Was wäre möglich gewesen, wenn die Phantoms ihr Potenzial auch in den ersten zwei Dritteln der Rückrunde ausgeschöpft und nicht zehn der ersten zwölf Spiele verloren hätten?

"Wir haben gezeigt, dass wir viel besser sein können als unser Tabellenplatz", resümierte Mittmann. "Aber Konstanz ist halt auch ein wichtiger Faktor."

Am Donnerstag treffen sich Spieler und Vereinsverantwortliche mit ihren Familien zur Abschiedsfeier, am Freitag kehren die neun US-Profis in ihre Heimat zurück.

Montag, 11.05.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10306231/menuid/2167
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