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12. Februar 2012
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Basketballer steigern ihren Team-Etat

Gesamt-Budget der Phantoms bleibt mit 2,8 Millionen Euro auf Vorjahresniveau – Bundesliga findet Sponsor

Von Ute Berndt

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BRAUNSCHWEIG.  Finanzkrise? Braunschweigs Basketballer haben kaum etwas davon gespürt – und waren von dieser Tatsache selbst überrascht, wie Finanzgeschäftsführer Norbert Rüscher zugibt.

Sportdirektor Oliver Braun und Trainer Sebastian Machowski gelang es sogar, für die nächste Woche beginnende Bundesligasaison eine nominell stärkere Mannschaft als zuletzt auf die Beine zu stellen. Zwei deutsche Nationalspieler wurden verpflichtet, und statt Billig-Amerikanern frisch vom College kamen diesmal ausnahmslos US-Profis mit Europa-Erfahrung.

"Wir kommen zu 100 Prozent auf unseren Etat des vorigen Jahres", nennt Rüscher Zahlen. Die Phantoms können demnach weiterhin mit 2,8 Millionen Euro arbeiten und haben dabei den Team-Etat noch erhöht. Es sei an vielen kleinen Schrauben gedreht worden, um anderswo zu sparen. Einige Sponsoren hätten mit Sachleistungen geholfen, Kosten zu drücken. Zudem seien die Spielergehälter auf dem deutschen Markt insgesamt rückläufig.

"Dass wir so gut dastehen, verdanken wir natürlich auch unserer Struktur", betont Rüscher. Die Partner New Yorker, Öffentliche und BS Energy sind auch Gesellschafter der Phantoms GmbH, dazu kommen VW und die VW-Bank als weitere Hauptsponsoren, die sich ebenfalls gleich für zwei Jahre verpflichtet haben. "Diese Sicherheit konnten wir ausnutzen und in einigen Bereichen bessere Konditionen aushandeln als wir sie für ein Jahr bekommen hätten", erläutert der Finanz-Chef.

Rund 35 mittelständische Unternehmen bilden einen weiteren Werbepool. "Und da haben wir kaum welche verloren, sondern sogar neue gewonnen", freut sich Rüscher.

Geholfen habe bei den Sponsorenverhandlungen im Sommer die Verpflichtungspolitik. "Dass wir einen jungen deutschen Trainer geholt haben und dann noch Nationalspieler Heiko Schaffartzik, hat sehr viel positive Resonanz gebracht."

Nachverpflichtung Brandon Thomas wird erstmal per Risiko-Abdeckung durch die Gesellschafter finanziert und könnte schnell bezahlt sein durch erhöhte Zuschauerzahlen – kalkuliert wurde mit knapp 3000 – oder mehr Einnahmen aus dem Ausbildungsfonds für den Einsatz deutscher U-24-Spieler.

Weil sich die Bundesliga neuerdings attraktiver aufstellt, sind weitere Einnahmen denkbar. Nach dem Fernsehvertag mit dem DSF präsentierte die BBL gestern auch noch einen Namenssponsor. Unterhaltungselektronik-Hersteller Beko zahlt sechs Jahre lang pro Saison rund eine Million Euro.

Näheres werden die Vereine bei der Ligatagung am Samstag erfahren. "Auf jeden Fall macht die Fernsehpräsenz die Arbeit leichter für uns", sagt Rüscher, dem man die Aufbruchstimmung anmerkt. "Aber jetzt ist die Mannschaft dran."

Mittwoch, 30.09.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11039703/menuid/2167
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