Fox sieht Licht am Ende des Tunnels
Verletzter Phantoms-Basketballer hat die Play-offs noch nicht abgeschrieben Seit dieser Woche in der Reha
BRAUNSCHWEIG. Seinen, wie er selbst spottet, hässlichen Spezialschuh ist er seit wenigen Tagen los. "Jetzt fühle ich mich gleich viel besser", sagt der verletzte Phantoms-Profi Nate Fox, der sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt hat: "Im März will ich wieder spielen."
Im letzten Spiel vor Weihnachten hatte sich der US-Amerikaner die Stützsehne unter dem linken Fuß gerissen und ist seitdem zum Zuschauen verurteilt. Außer Krafttraining konnte er in den letzten Wochen nicht viel machen. "Das ist für einen Sportler das Allerschlimmste", erzählt der 32-Jährige, für den es die erste schwere Verletzung in seiner langen Karriere ist. "Bei den Spielen fühle mich auf der Bank wie ein Raubtier, dem man ein saftiges Steak vor den Käfig hält."
Zumal die Darbietungen seiner Mannschaftskameraden in den Wochen nach seiner Verletzung nur schwer zu ertragen waren: Fünfmal in Folge verließen sie das Parkett als Verlierer, die Play-offs rückten in weite Ferne. Doch abgeschrieben hat Fox das Erreichen der Meisterrunde noch lange nicht. "Jetzt haben wir wieder alle Chancen."
Mit "jetzt" meint der 115-Kilo-Kämpfer die Nachverpflichtung von Marcus Goree. Mit ihm und durch die Genesung von Michael Hicks habe man wieder alle Puzzleteile beisammen, glaubt Fox. "Nun sehen wir wieder Licht am Ende des Tunnels. Und auf mir lastet nicht mehr ganz so viel Druck."
Als Manager Oliver Braun bei der Suche nach einem Ersatzmann ein paar Namen von Kandidaten in den Raum warf, habe er nur gelacht, als er Marcus Goree gehört habe. "Ich dachte, jetzt sind die völlig verrückt." Er habe sich, gesteht er, nicht vorstellen können, dass sich die Phantoms einen Akteur dieses Kalibers leisten könnten.
Schließlich wusste er um die Qualitäten seines Landsmannes, lieferte er sich doch letzte Spielzeit mit ihm im Europapokal erbitterte Duelle. "Das ist wirklich ein Ausnahme-Spieler", schwärmt der 2,06-Meter-Mann. Nur allzu gerne würde er in dieser Saison noch einmal gemeinsam mit Goree auf dem Feld stehen und seiner Mannschaft den letzten Schub für die Play-offs verschaffen. "Das ist meine Motivation", betont Fox, der diese Woche endlich mit der Krankengymnastik beginnen konnte. Heute Abend, wenn seine Teamkollegen in Quakenbrück auflaufen, kann er den Fuß jedoch ganz entspannt auf der eigenen Couch hochlegen. "Das Spiel wird ja zum Glück im DSF übertragen."
Quakenbrück Phantoms,
Samstag, 19.55 Uhr, Artland-Arena











