Die Kulisse soll Flügel verleihen
Braunschweigs Bundesliga-Basketballer rechnen heute Nachmittag mit rund 5000 Zuschauern in der VW-Halle
BRAUNSCHWEIG. Die Braunschweiger VW-Halle hat sich in den letzten Jahren bei Basketball-Spielen nicht gerade einen Ruf als Hexenkessel erarbeitet. Kein Wunder, schließlich lösten die Phantoms mit ihren Auftritten selten Begeisterungsstürme aus.
Das hat sich in dieser Saison geändert. Die Phantoms spielen, von einem Durchhänger um den Jahreswechsel herum einmal abgesehen, attraktiv und erfolgreich. Zum Duell gegen den amtierenden deutschen Meister aus Oldenburg erwarten die Verantwortlichen deshalb heute knapp 5000 Zuschauer so viele wie seit Jahren nicht mehr.
Der Rekord aus dieser Spielzeit datiert vom zwölften Spieltag, als 4412 Anhänger Zeuge der 69:74-Niederlage gegen die Baskets Bonn wurden. "Ich hoffe, dass uns diese Kulisse beflügelt", sagt Sportdirektor Oliver Braun. Und auch Trainer Sebastian Machowski hat keine Angst, dass die ungewohnt gut gefüllten Rängen seine Korbjäger lähmen könnten. "Bisher haben wir fast immer gut ausgesehen, wenn die Halle voll war", sagt der 38-Jährige und verweist auf die Heimsiege gegen Göttingen, Trier und Quakenbrück.
Ein Erfolg gegen Oldenburg, das wissen sowohl Braun als auch Machowski, stünde ihrem Klub im Kampf um die Play-off-Plätze gut zu Gesicht. Erst recht, nachdem der Mitteldeutsche BC, einer von Braunschweigs Konkurrenten im Kampf um die Meister-Runde, vergangene Woche überraschend Spitzenreiter Berlin bezwang. "Das hatten wir nicht eingeplant", gesteht Sportdirektor Braun, der das Restprogramm als "eines der härtesten" bezeichnet.
Schließlich bekommen es die Phantoms an den letzten neun Spieltagen auch noch mit Berlin, Bonn, Frankfurt und Bamberg zu tun allesamt in der Tabelle besser platzierte Mannschaften. In Ehrfurcht erstarrt Trainer Machowski deshalb aber noch lange nicht: "Wir haben gezeigt, dass wir jeden schlagen können." Seine Rechnung: Mehr als die Hälfte dieser neun Begegnungen muss gewonnen werden, um die Play-offs zu erreichen.
Ein Sieg gegen Oldenburg wäre daher eine gute Grundlage. Oliver Braun vergleicht den Gast mit dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong. Dieser habe auch nicht auf jeder Etappe triumphiert habe aber unterm Strich das beste Gesamtpaket gehabt. "Sie sind auf einem hohen Niveau unglaublich ausgeglichen besetzt."
Kapitän Nils Mittmann sieht sein Team gegen den deutschen Meister trotzdem nicht in der Außenseiterrolle: "Es sind zwei Mannschaften, die sich im Moment auf Augenhöhe bewegen."
Phantoms Oldenburg,
Sa. 14.45 Uhr, VW-Halle













