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14. Februar 2012
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Phantoms gehen im Dreierhagel der Gäste unter

Oldenburg trifft beim Sieg in Braunschweig nahezu nach Belieben aus der Distanz

Von Christian Schiebold

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BRAUNSCHWEIG. Nach zuletzt sieben Siegen in Folge haben die Bundesliga-Basketballer der Phantoms Braunschweig wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den amtierenden deutschen Meister waren die Löwenstädter letztlich chancenlos.

Etwas mehr als drei Minuten waren am Samstagnachmittag in der Braunschweiger VW-Halle noch zu spielen, als zwei Oldenburger Fans Fahne schwenkend um das Spielfeld liefen. Auch wenn es als provozierende Geste zu verstehen war, so hatte diese Szene durchaus Symbolcharakter, verdeutlichte sie doch die Machtverhältnisse im Niedersachsen-Derby. Nicht nur auf den Rängen hatten die Gäste das Duell zu ihren Gunsten entschieden, auch auf dem Parkett waren die Oldenburger längst Herr des Geschehens.

Den Braunschweiger Zuschauern in der mit fast 4600 Besuchern so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr gefüllten Arena hatte es indes die Sprache verschlagen. Denn sie wurden, zumindest in der zweiten Hälfte, Zeuge davon, wie der amtierende deutsche Meister aus Oldenburg Basketball von einem anderen Stern zelebrierte. Die Phantoms, das muss man ihnen zu Gute halten, spielten gar nicht schlecht. Aber die Gäste, das muss man neidlos anerkennen, waren am Samstag eine Klasse besser. Mindestens.

"Unfassbar", kommentierte Heiko Schaffartzik die Leistung der Krunic-Truppe mit einer Mischung aus Anerkennung und Resignation in seiner Stimme. 90:83 (44:40) setzten sich die Baskets am Ende bei den Löwenstädtern durch – und versenkten dabei mit einer Quote von 55 Prozent rekordverdächtige 16 Drei-Punkte-Würfe in der Braunschweiger Reuse. Selbst die schwierigsten Würfe fanden ihr Ziel. Was immer sich die Gastgeber in der Verteidigung auch einfallen ließen – es blieb zumeist ohne durchschlagende Wirkung.

"Heute hätten wir wohl 100 Punkte machen müssen, um hier zu gewinnen", resümierte Nationalspieler Schaffartzik, der am eigenen Leib zu spüren bekam, warum Oldenburg nach Berlin über die beste Verteidigung der Liga verfügt. Nachdem er letzte Woche beim Auswärtssieg in Gießen noch sieben Dreier versenkt hatte, bekam er diesmal keinen freien Wurf gestattet. Wann immer der 26-Jährige an den Ball kam, stand ihm ein Verteidiger auf den Füßen.

Mit dieser Kombination von zermürbender Verteidigung und atemberaubender Treffsicherheit zogen die Gäste den Hausherren, die kurzfristig auf ihren am Handgelenk verletzten Spielmacher Kevin Hamilton verzichten mussten, den Nerv. Was nicht nur Schaffartzik zu der Feststellung gelangen ließ: "So, wie die gespielt haben, hätte sie wohl kein Team in Deutschland bezwungen."

Lediglich in der ersten Hälfte konnten die Phantoms dem deutschen Meister das Wasser reichen, beendeten das erste Viertel gar mit einer 20:17-Führung. Dann aber hieß es Feuer frei für die Gäste, die alleine im zweiten Viertel sechs Würfe von jenseits der 6,25-Meter-Linie versenkten – und damit bereits zwei mehr als das gesamte Braunschweiger Team in 40 Minuten.

Montag, 08.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11882662/menuid/2167

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