Yassin Idbihi und die meisten Phantoms sind wieder einsatzfähig
Braunschweiger Basketball-Lazarett lichtet sich Nationalspieler-Duell gegen Ulm
BRAUNSCHWEIG. Er hat im zweiten Anlauf eine Sportbrille bekommen, mit der er gut sehen kann und gestern noch eine Wadenverhärtung auskuriert. Ab heute kann Phantoms-Center Yassin Idbihi im Training wieder Vollgas geben. Und Coach Sebastian Machowski hofft, dass dies auch bei seinen anderen angeschlagenen Profis der Fall ist.
Das Lazarett der Braunschweiger Basketballer hat sich bereits etwas gelichtet. Gestern trainierten Nils Mittmann, Michael Hicks, Jason Cain und Kevin Hamilton wieder mit. John Allen absolvierte Aufbaueinheiten. Heiko Schaffartzik fehlte allerdings. Den Spielmacher hält ein Magen-Darm-Virus zu Hause. "Aber Sonntag wird er spielen", ist Nationalmannschaftskollege Idbihi überzeugt.
Denn dann kommt es zum Duell mit Ulms Per Günther, Schaffartziks Kollegen, aber auch Rivalen um die Spielmacher-Rolle in der DBB-Auswahl. Das birgt Brisanz, hatte doch bei der 72:75-Niederlage der Phantoms in Ulm ein umstrittener Schiedsrichterpfiff gegen Schaffartzik und für Günther den Ausschlag gegeben. "Sie spielen wieder direkt gegeneinander, das ist bestimmt eine Extramotivation für beide", sagt Idbihi.
Im Trikot der Schwaben wird aber ein noch spektakulärerer Nationalspieler auflaufen: Robin Benzing wohl der nächste deutsche Spieler in der NBA. Der 21-jährige 2,08 Meter große Flügel war von Bundestrainer Dirk Bauermann bei der EM im September als Zweitligaspieler ins kalte Wasser geworfen worden, hat sich enorm entwickelt und ist derzeit knapp vor Schaffartzik und Idbihi bester deutscher Punktesammler in der Bundesliga. "Robin hat auf jeden Fall NBA-Potenzial und kann mal viel Geld mit Basketball verdienen, wenn er hart an sich arbeitet", urteilt Idbihi.
Der Braunschweiger hat sich für den Saisonendspurt vorgenommen, noch besser zu verteidigen. "Das ist eine Kopfsache, da muss ich konstanter werden", übt er Selbstkritik.
Stark präsentierte sich der 2,08-m-Mann dagegen zuletzt beim Offensivrebound eigentlich die schwerste Art, den Ball im gegnerischen Korb unterzubringen. "Es ist immer mein Ziel, viele Offensivrebounds zu holen, denn wenn mir das gelingt, spiele ich auch insgesamt gut", verrät der 26-Jährige.
Die Phantoms sind mit sieben Siegen aus acht Spielen aktuell eins der Top-Teams der Liga. "Aber wir müssen besser spielen als in Tübingen", betont Idbihi, dass kein Durchhänger mehr erlaubt ist. "Wir müssen gegen Ulm und alle Teams gewinnen, die hinter uns stehen, und auch noch einen besser platzieren Gegner schlagen", rechnet er im Blick auf den erhofften Play-off-Einzug vor. Eine sehr schwere Aufgabe. "Das ist unsere Strafe für die lange Schwächephase, dass wir jetzt so viel Druck haben."
Phantoms Braunschweig Ulm, Sonntag, 17 Uhr, VW-Halle













