Die ersten Stars haben zugesagt
Springreiter Markus Ehning, die Nummer 2 der Weltrangliste, geht bei den Löwen Classics in den Parcours
BRAUNSCHWEIG. Die Tage sind gezählt: Heute in sechs Wochen ertönt bei den Löwen Classics in der Braunschweiger VW-Halle die erste Startglocke. Doch noch ist Axel Milkau, der Chef des internationalen Reitturniers, die Ruhe in Person. Von Nervosität keine Spur.
Nach all den Jahren, es ist bereits die neunte Auflage der Veranstaltung, haben Milkau und seine Mitstreiter allerhand Routine. "Da kennt man viele Handgriffe und geht mit vielen Dingen gelassen um", sagt Milkau, dem derzeit nur der Standort für die Stallungen ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Diese standen in den Vorjahren jeweils auf den an die Halle angrenzenden Wiesen des Bürgerparks – und versanken dort von Mal zu Mal immer tiefer in Schlamm und Matsch.
Aus diesem Grund würde der Turnierchef mit den Pferdeboxen gerne auf das nur wenige hundert Meter entfernte Areal rund um den Wasserturm ausweichen. "Dort ist der Boden verdichtet und bis 15 Tonnen befahrbar", beschreibt der 46-Jährige die Vorteile. Nächste Woche werde er diesbezüglich Gespräche mit der Stadt führen.
Auch sportlich nimmt das mit 230 000 Euro dotierte Turnier immer konkretere Formen an. In diesen Tagen flattern bei Milkau die ersten Zusagen von Reitern ein. Unter anderem haben mit dem Weltranglisten-Zweiten Markus Ehning sowie dem Sechsten Ralf-Göran Bengtsson zwei absolute Superstars der Springreitszene ihr Kommen angekündigt. Insgesamt werden in Braunschweig 80 bis 90 Sportler aus aller Welt erwartet, von denen jeder erfahrungsgemäß drei bis vier Pferde mitbringt. Für deutsche Reiter sind 60 Prozent der Startplätze reserviert. Mit Lisa-Ann Mukodzi wird auch Braunschweigs Top-Reiterin in den Parcours gehen.
Derzeit sind acht Prozent weniger Eintrittskarten verkauft als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Bauchschmerzen, beteuert Milkau, bereite ihm das jedoch nicht. Einerseits hänge der schleppende Vorverkauf mit dem Wechsel des Ticketanbieters zusammen, außerdem sei auch bei anderen Turnieren der Trend zu erkennen, dass immer mehr Besucher ihre Karten erst kurzfristig an der Tageskasse erwerben. Das habe in Zeiten der Wirtschaftskrise durchaus finanzielle Gründe, glaubt Milkau. "Vielen fehlt einfach das Geld, um sich die Karten drei Monate vorher in die Schublade zu legen."
Dabei erwarte die Reitsport-Fans auch in diesem Jahr wieder vier hochkarätige Turniertage, kündigt Milkau an: "Bei uns gibt es bereits am ersten Tag Titelentscheidungen." So werden am Donnerstag und Freitag erstmalig die deutschen Hallenmeisterschaften in der Mannschaft und im Einzel ausgetragen. Im Gegensatz zu vielen anderen Turnieren, wo es zunächst uninteressante regionale Einlauftage gibt, sei das ein Alleinstellungsmerkmal, betont Milkau. "Wir wollen beweisen, dass nationale Reiterei eingebettet in ein spannendes sportliches Konzept in der Lage ist, für Hochspannung zu sorgen."
FAKTEN:
Löwen Classics
Wann: 11. bis 14. März
Wo: VW-Halle
Braunschweig
Was: Sieben internationale
Weltranglistenprüfungen in Springen und Dressur, deutsches Hallenchampionat
sowie Bundesnachwuchschampionat der
Springreiter
Eintrittskarten: 01805/33 11 11, www.loewenclassics.de sowie in allen
bekannten Vorverkaufsstellen













