Schwung der Aufholjagd weiter nutzen
Fußball-Drittligist Eintracht erwartet Unterhaching Zweite Hälfte der Partie in Ingolstadt als Mutmacher
BRAUNSCHWEIG. Der Trainerwechsel hat nicht sofort die erhoffte Wende gebracht. Die SpVgg Unterhaching, am Samstag zu Gast im Spiel der 3. Fußball-Liga bei Eintracht Braunschweig, hat beim Debüt von Matthias Lust in Aue mit 0:2 verloren.
"Es ist klar, dass sie jetzt versuchen werden bei uns die Wende einzuleiten", sagt Torsten Lieberknecht. Der Eintracht-Trainer warnt: "Unterhaching ist ein schwere Gegner."
Auch wenn der Münchener Vorstadtklub zuletzt aus zehn Spielen nur fünf Punkte holte und aus den fünf Partien nach der Winterpause lediglich zwei Zähler, warnt Lieberknecht vor der Offensivstärke des Gegners,. Mit dem ehemaligen Eintracht-Stürmer Tobias Schweinsteiger bisher 11 Tore steht ein schneller, trickreicher Angreifer im Team.
Den Absturz in der Tabelle die Spielvereinigung rutschte vom Relegationsplatz, den sie Ende Oktober belegte, auf Rang 14 ab, verhinderte auch die starke Offensivabteilung nicht. Denn zuletzt geizten Schweinsteiger er vergab gleich zu Spielbeginn in Aue einen Elfmeter und seine Mitstreiter mit Toren, trafen in zehn Spielen nur fünfmal. Auswärts ist die Mannschaft von Matthias Lust, der vor drei Wochen das Traineramt vom glücklosen Ralph Hasenhüttl übernommen hatte, seit dem 31. Oktober ohne Punktgewinn, erzielte in dieser Zeit auf fremden Plätzen lediglich zwei Tore.
Mit Roman Tyce, Thorsten Schulz, Raphael Schaschko und Orkan Balkan musste Lust in Aue vier Stammkräfte ersetzen.
Im Gegensatz dazu ist die Situation von Torsten Lieberknecht geradezu komfortabel. Dennis Kruppke kann nach einer Erkältung, die ihn zu einer kurzen Pause zwang, wieder belastet werden. Mit Kingsley Onuegbu und Benjamin Fuchs stießen zwei Akteure zurück in den Kader, die zuletzt beim 3:3 in Ingolstadt noch gefehlt hatten. Und in dem Spiel hatten sich die zuvor verletzten Marco Calamita und Damir Vrancic mit guten Leistungen zurückgemeldet. Beide waren nach der Halbzeit maßgeblich an der atemberaubenden Aufholjagd nach dem 0:3-Pausenstand beteiligt. Und den Schwung und das daraus gewonnene Selbstvertrauen gilt es, in die Auseinandersetzung gegen die Spielvereinigung mitzunehmen.
"Nach dem Spiel in Ingolstadt wird es für die anderen Spieler schwer, in den Kader zu rutschen. Nach der Trainingswoche muss aber auch jeder sehen, dass er im Kader bleibt", sagt Lieberknecht und schürt den Konkurrenzkampf. So ist es nicht sicher, dass etwa Torjäger Onuegbu eine Chance von beginn an bekommt. "Es ist kein Wunschkonzert", betont der Eintracht-Trainer.
Dass die jüngsten Negativschlagzeilen um Dominick Kumbela, der erneut wegen Körperverletzung angeklagt ist, sich negativ auswirken, erwartet Lieberknecht nicht. "Wir haben intern darüber gesprochen. Die Jungs helfen ihm. Dominick verhält sich höchst professionell. Er hat sportlich und menschlich meine volle Unterstützung. Für mich gilt die Unschuldsvermutung", sagt er.
Eintracht Unterhaching, Sa., 14 Uhr, Eintracht-Stadion.













