Das Jubiläum im Blick
Löwen Classcis nächstes Jahr zum zehnten Mal
Turnierchef Axel Milkau (46) zieht im Gespräch mit Redakteur Christian Schiebold eine Bilanz der diesjährigen Löwen Classics.
Herr Milkau, 30 000 Zuschauer an vier Turniertagen – sind Sie damit zufrieden?
Absolut. Die Halle war Freitagabend, Samstagabend und Sonntag jeweils ausverkauft. Mehr geht eigentlich nicht. Freitag und Samstag hatten wir vormittags ein kleines Loch, die Zuschauer haben sich halt die Rosinen rausgepickt. Es wäre aber auch vermessen zu erwarten, dass die Halle an allen vier Tagen ausverkauft ist. Was mich besonders gefreut hat, ist die Tatsache, dass die Tribünen abends bis zur letzten Prüfung voll waren. Und im Fernsehen hatten wir gute Einschaltquoten.
Die Befürchtung, dass der Reitsport infolge der jüngsten Doping-Diskussion in der Zuschauer-Gunst verlieren könnte, hat sich also nicht bewahrheitet?
Ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass den Reitern seitdem noch mehr Sympathie zuteil wird. Die Menschen haben offenbar verstanden, dass es in erster Linie gar nicht um Dopingvergehen ging, sondern um bürokratische Hürden im nationalen Verband.
Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Was muss nächstes Jahr bei der zehnten Auflage der Löwen Classics besser werden?
Bei der Infrastruktur müssen wir noch ein wenig aufsatteln. Die Verlegung der Zeltstadt auf das Harz&Heide-Gelände war ein Anfang. Wenn wir dort noch ein Abreitezelt aufbauen, hätten wir eine optimale Lösung. Außerdem machen wir uns Gedanken, wie wir den Weg in die Halle überdachen können.
Und sportlich, an welcher Stellschraube müssen Sie da drehen?
Im Deutschen Mannschaftschampionat müssen die Teams im zweiten Durchgang in umgekehrter Reihenfolge zur Platzierung starten. Dadurch würden wir den Spannungsbogen bis zum letzten Team aufrecht halten. Im Einzel hat das ja auch wunderbar geklappt.
Nächstes Jahr finden die Löwen Classics zum zehnten Mal statt. Dürfen sich die Zuschauer beim Jubiläum auf etwas Besonderes freuen?
Das gibt dem Turnier natürlich eine doppelte Gewichtung. Wir werden alles daran setzen, noch einen i-Punkt oben drauf zu setzen. Die Planungen dafür sind bereits angelaufen.













