Braunschweiger Modell wird in Berlin kopiert
Schulhockey-Meisterschaften boten tollen Sport und spannende Spiele
War das ein Lärm in der Sporthalle Alte Waage. Vor allem in den Spielen der jüngeren Altersklassen herrschte gestern bei den Schulhockey-Meisterschaften begeisternde Stimmung auf den Rängen.
In Klassenstärke angerückt, unterstützten die Jungen und Mädchen ihre Schulmannschaften, feierten die Sieger, trauerten mit den Unterlegenen. Was das ein Gänsehaut-Gefühl für die jungen Hockeyspieler, vor mehreren hundert Zuschauern ihr Können zu zeigen.
In 18 Endspielen wurden die Schulmeister in den jeweiligen Wettkampfklassen ermittelt. Mit Abstand erfolgreichste Schule war das Gymnasium Hoffmann-von-Fallersleben. Siebenmal verließen die Schüler von Hans Kauschke das Spielfeld als Sieger. Drei Titel holten die von Jost Miltkau trainierten Teams des Wilhelm-Gymnasium und je zweimal gingen die Siegerpokale an die Grundschule Klint und die Christophorusschule. Jeweils einmal durften die Wallschule Peine, Christian-von-Dohm-Schule Goslar, die Goetheschule Goslar, das Otto-Hahn-Gymnasium aus Gifhorn und das Martino Katharineum über Finalerfolge jubeln. Ein Kuriosum gab es gleich zu Turnierbeginn. In der Wettkampfklasse III der Mädchen ohne Vereinsspielerinnen stand es auch im Siebenmeterschießen nach zehn Durchgängen noch remis. Kurzerhand wurde beide Mannschaften zu Siegern erklärt.
Die große Siegerehrung zum Abschluss der 20. Braunschweiger Schulhockey-Meisterschaften geriet dann zu einer Würdigung von Cheforganisator Werner Beese.
Aus Köln war Wolfgang Hillmann, Jugendwart des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), in die Sporthalle Alte Waage gekommen, aus Berlin Michael Wallroth, Vorsitzender der deutschen Schulhockey-Referenten.
"Danke für den tollen Vormittag und tolle, spannende Spiele", rief Beese den Spielern der 18 Finalisten zu. Wolfgang Hillmann nannte den Turnier-Chef einen "herausragenden Mann des Schulhockeys" und zeichnete ihn mit der silbernen Ehrennadel des DHB aus. "Wir in Berlin kopieren die Braunschweiger Veranstaltung. Aber wenn ich sehe, wie viele Mannschaften hier beim Endspieltag sind, denke ich Berlin ist ein kleines Dorf", fand Wallroth launige Worte.
"Du hast es 20 Jahre immer wieder geschafft, Menschen für den Hockeysport zu begeistern", erklärte Wolfgang Kück, Sportdezernent der Landesschulbehörde. Beese, seit wenigen Wochen im Ruhestand, erhielt von den Spielern, den Eltern und Kollegen kräftigen, lang anhaltenden Beifall.













