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19. März 2010
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Konon weg – Anita Raj Kaur da!

Badminton-Bundesligist Gifhorn verpflichtet Topspielerin aus Malaysia

Von Jens Neumann

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GIFHORN. Hans Werner Niesner ist sauer – stocksauer sogar auf Olga Konon. Denn: Die Olympia-Teilnehmerin, die vier Jahre das Trikot des NBV-Teams Gifhorn trug und mit ihm in die Badminton-Bundesliga aufstieg, hat sich trotz Zusagen zum Meister 1. BC Bischmisheim verabschiedet. Mit der Malaiin Anita Raj Kaur konnte der Vorjahresfünfte dafür allerdings einen hochkarätigen Ersatz verpflichten.

Trainer und Manager Niesner sprach von einem "unmöglichen offensichtlichen Wortbruch – und dementsprechenden Vertragsbruch" von Olga Konon. Die Weißrussin, die künftig international für Polen startet, hatte dem NBV-Team mehrfach ihre Zusage gegeben für die nächste Saison. Von ihrem Wechsel zum Meister erfuhren Niesner und Co. lediglich aus Bischmisheim, von Seiten Konons war bis heute keine ordentliche Stellungnahme zu bekommen.

Abgehabt! Der Blick beim NBV-Team wird nach vorne gerichtet. Und mit Kaur haben die Gifhorner erneut einen "dicken Fisch" an Land gezogen. Die 22-Jährige, die in Leeds (England) Buchhaltungs- und Finanzwesen studiert, ist zurzeit die Nummer 74 in der Weltrangliste – und das, obwohl sie in letzter Zeit lediglich sechs hochrangige Turniere gespielt hat.

2004 wurde sie als Jugendliche bereits Einzel-Meisterin in Malaysia, einer echten Badminton-Nation. Und 2009 bezwang sie bei den Swedish Open, wo sie das Finale erreichte, unter anderem Petra Nedelcheva, die aktuelle Nummer 12 der Weltrangliste. Gifhorns Engländer Robin Middleton, der ebenfalls in Leeds lebt, zeigte sich "begeistert" von der Verpflichtung der Malayin – ebenso wie Trainer Niesner.

"Den Tipp und Kontakt hat übrigens mein Sohn Maurice hergestellt. Er hatte Anita beim Turnier in Schweden gesehen und zeigte sich überrascht von ihrer Spielstärke. Die Verhandlungen haben sich fast drei Wochen hingezogen – mit einem guten Ende", erklärte Hans Werner Niesner, dem "viele Steine vom Herzen fielen".

Die 22-jährige Malaiin ist – ebenso wie ihre Vorgängerin Olga Konon – im Damen-Einzel und -doppel einsetzbar. "Damit ist sie genau das, was wir in unserer Situation brauchten", meinte Hans Werner Niesner. Schließlich galt es eine kurzfristige Baustelle zu beackern, die so nicht zu erwarten gewesen war. "Wer hat denn schon gedacht, dass Olga Konon nach vier Jahren bei uns nicht zu ihrem Wort steht?".

Dienstag, 02.06.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10429881/menuid/2169

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