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01. August 2010
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Stefan Bäumann gewinnt Europacup!

Handbiker aus Gifhorn erreicht sein nächstes Karriereziel – Platz 2 in Belgien reicht zum Triumph

Von Jens Neumann

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GIFHORN. Er hat’s gepackt und seinen Vorsprung ins Ziel gerettet: Stefan Bäumann, Weltklasse-Handbiker aus Gifhorn, hat die Europacup-Wertung (EHC) gewonnen! Beim letzten Saisonrennen im belgischen Haccourt reichte dem 39-Jährigen Platz 2 für den Sieg in der Gesamtwertung.

"Es war schon immer mein Traum, seitdem ich in der EHC mitfahre", betonte der Gifhorner und schob nach: "Ich war zwar schon einmal am Ende Dritter, aber der erste Rang war immer weit entfernt für mich. Dieser Triumph stand noch auf meiner Karriereliste."

Schließlich startet im Europacup die gesamte Weltelite – ob Paralympics-Sieger Heinz Frei, der österreichische Topfahrer Manfred Putz, der schnelle Italiener Vittorio Podesta oder der routinierte Libanese Edward Malouf. Doch sie alle hängte Stefan Bäumann in diesem Jahr in der Gesamtwertung ab.

Bemerkenswert dabei: Der 39-Jährige stand in dieser Saison nicht einmal ganz oben auf dem Treppchen – eben mit Ausnahme der Gesamtwertung. Vielmehr war es die unglaubliche Konstanz, mit der Stefan Bäumann durch den Europacup rauschte. 7 von 9 Rennen flossen in die Wertung ein – zwei Streichresultate waren erlaubt. Und eben siebenmal – viermal als Zweiter, dreimal als Dritter – belegte der Gifhorner einen Podestrang.

Damit kam er im EHC-Klassement auf 1250 Punkte und hatte somit 15 Zähler mehr auf seinem Konto als Vittorio Podesta. Der Italiener gewann zwar das abschließende Saisonrennen in Haccourt, eine Kombination aus Zeit- und Straßenfahren, das reichte aber nicht mehr, um Bäumann abzufangen.

Denn: Der Gifhorner ließ sich in Belgien einfach nicht abschütteln. Teil 1, das Zeitfahren, hatte er als Dritter beendet. Und im Straßenrennen über 44 Kilometer – der 4,4 km lange Rundkurs war zehnmal zu bewältigen – fiel die Entscheidung nach sieben Runden. Podesta, der als einziger Fahrer Bäumann den Gesamtsieg noch hätte streitig machen können, attackierte an der Spitze. Und lediglich der Gifhorner konnte ihm folgen. Damit war klar: In der kombinierten Wertung war Podesta der Sieg in Belgien nicht zu nehmen – ebenso wie Bäumann der zweite Platz.

"Da war mir schon klar, dass ich die Gesamtwertung gewonnen habe", schilderte der 39-Jährige, der sich "richtig stark gefühlt und alles unter Kontrolle gehabt hatte". Im Sprint um den Tagessieg hatte Podesta dann die Nase vorn und siegte mit einer Sekunde Vorsprung.

Der Europacup-Sieg war der Lohn für Bäumanns "konstanteste Saison in meiner Karriere", wie der Gifhorner betonte, der zudem auf dem vierten Platz der Weltrangliste geführt wird – und damit der beste Deutsche ist. Wie eben schon bei der Weltmeisterschaft, von der er die Bronzemedaille mitgebracht hatte. "Auf meiner Karriereliste steht noch eine Paralympics-Medaille", sagt Bäumann, dem diese in Peking noch versagt blieb. "Und Weltmeister möchte ich auch noch einmal werden", erklärt der Titelträger von 2006.

Mittwoch, 07.10.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11069553/menuid/2169

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