Marko Lenz vor dem Absprung
Tennis-Verbandsliga der Männer: Grün-Weiß Gifhorn reicht am Sonntag ein Remis zum Aufstieg
GIFHORN. Wenn der TC Grün-Weiß Gifhorn am Sonntag den DSV 1878 Hannover empfängt (14 Uhr, an der Bleiche), wird Marko Lenz voraussichtlich zum letzten Mal für die Grün-Weißen aufschlagen. Im Duell mit dem Tabellenzweiten würde Gifhorn bereits mit einem Remis den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen.
"Die Jungs sind heiß. Sie wollen das schaffen, was wir im letzten Winter knapp verpasst haben. In naher Zukunft wollen wir in der Landesliga spielen. Dieses Niveau hat die Mannschaft", schildert Gifhorns Sportwart Volker Wohlgemuth.
Rückblick: In der vergangenen Wintersaison verloren die Grün-Weißen nur ein einziges Spiel allerdings das entscheidende gegen den TK Goslar, der daraufhin aufstieg. Ohne Marko Lenz, der gegen Goslar fehlte, waren die Gifhorner beim 1:5 damals chancenlos.
Nahm sich Lenz bislang nur punktuell Auszeiten, wenn sich beispielsweise sein Turnierplan mit dem Punkspielkalender überschnitt, so droht nun der endgültige Abschied des deutschen Juniorenmeisters. "Es könnte tatsächlich Markos letzter Auftritt in unseren Reihen sein", weiß auch Wohlgemuth. "Marko möchte Tennis-Profi werden und stößt auf dem Weg dahin bei uns natürlich irgendwann an Grenzen. Dass er eines Tages versuchen wird, seinen eigenen Weg zu gehen, war immer klar."
So wurde Marko Lenz unter der Woche bei der jährlichen Hauptversammlung der Grün-Weißen im großen Stil geehrt. Sein Abschied nach dem Spiel gegen Hannover gilt als wahrscheinlich. Auch weil Lenz ein soziales Jahr einlegen wird und nicht weiß, wohin in Deutschland es ihn verschlägt.
Beim Endspiel um den Aufstieg gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen DSV 1878 Hannover wird Lenz aber definitiv in Gifhorn sein. Neben ihm stehen auch Friedrich Klasen und Christoph Hustedt zur Verfügung. Das Trio hat in diesem Winter in der Verbandsliga bislang kein einziges Match verloren. Zusammen bringen es Lenz, Klasen und Hustedt auf 23 Siege in 23 Partien eine sensationelle Bilanz.
"Unsere Mannschaft ist für das Niveau der Verbandsliga einfach zu stark. Ich kann mir kaum vorstellen, dass wir uns den Aufstieg noch nehmen lassen werden. Ich rechne gegen Hannover mit einem 5:1- oder 4:2-Sieg", ist der Sportwart zuversichtlich.
Ohne Marko Lenz müssten sich Gifhorns Tennis-Asse dann im nächsten Winter in der Landesliga zurecht finden. Doch noch ist dieses Szenario Zukunftsmusik.













