Brauer schießt Isenhagen ab
Die Serbin glänzt mit 13 Treffern HSG weiterhin mit hoher Fehlerquote
WESENDORF. Die Überraschung blieb auch dieses Mal aus: Spitzenreiter VfL Wolfsburg entschied das Derby der Frauenhandball-Regionalliga dank des ungefährdeten 29:26-Auswärtssieges (18:16) für sich.
Angeführt von der überragenden Barbara Brauer, kontrollierten die Wolfsburgerinnen die Partie über die gesamte Spieldauer. Zwar betrug ihr Vorsprung nie mehr als fünf Tore. Wenn die HSG aber näher zum Tabellenführer aufschloss, hatte er immer eine Antwort parat. Großen Anteil daran hatte Brauer, die trotz permanenter kurzer Deckung von Annika Baranowski die Offensive ankurbelte und selbst auch starke 13-mal ins Isenhagener Tor einwuchtete.
"Mit ihrem Wurf steht sie den Spielern der Männer-Regionalliga in nichts nach", staunte Isenhagens Trainer Mike Mühlenbruch ob der Wurfgewalt der Serbin. Unterstützt wurde sie von Vilma Barsauskaite (6 Treffer) und der gut aufgelegten Ina Bruckbauer, die als Kreisläuferin fünf Treffer markierte. Angesichts dieser großen Qualität waren die 29 kassierten Treffer eine gute Quote für die Isenhagenerinnen. Dass sie selbst aber nicht über 26 hinauskamen, lag in erster Linie an der hohen Fehlerquote im Angriff.
Diese bestand zum einen aus der ungünstigen und überhasteten Wurfauswahl, zum anderen aus den einmal mehr unnötigen Fehlpässen im Spielaufbau. "Da wäre ein Sieg auch vermessen gewesen", brachte es Mühlenbruch nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.
Und dennoch keimte kurz Spannung auf. Elf Minuten vor dem Abpfiff setzte sich Nicole Ramm in gewohnter Manier durch und verkürzte auf 22:24. Doch lange währte die Hoffnung nicht. Binnen drei Minuten erhöhten die Wolfsburgerinnen auf 26:23 die Partie war entschieden, wieder einmal zu Gunsten des VfL, der somit einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft und 2. Bundesliga setzte. Und die Generalprobe für das Spitzenspiel gegen Verfolger VfL Oldenburg II bestand.
Die HSG steht seit gestern unterdessen wieder auf einem Abstiegsplatz, allerdings nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz.
HSG: Knull, Refardt Baranowski (3), Buhr, Breust (2), K. Cohrs (7/5), Friedrichs, Ramm (10), Anika Schmiedener (1), Wählisch (3).
VfL: Hubald, Ehrhardt Barsauskaite (6), Bartels (2), Brauer (13/7), Bruckbauer (5), Kospic, Piechocka (1), Rumpel, Struß, Szpila (2), Wießner.
Rote Karte: Piechocka (60./VfL).













