Druck im Abstiegskampf nimmt zu
Frauenhandball-Regionalliga: HSG Isenhagen gastiert beim direkten Konkurrenten BSV 93 Magdeburg
WESENDORF. Der Abstiegskampf in der Frauenhandball-Regionalliga geht jetzt in die heiße Phase. In den vier verbleibenden Spielen trifft die HSG Isenhagen gleich auf drei direkte Konkurrenten. So auch am Sonntag (15 Uhr), wenn es zum Verfolger BSV 93 Magdeburg geht.
Vier Zähler trennen den Elften und die HSG, die als Tabellenzehnter den ersten Abstiegsrang bekleidet punktgleich mit dem Neunten HSV Haldensleben. "Angesichts der vier verbleibenden Spiele ist es also Magdeburgs letzte Chance auf den Klassenerhalt", bringt es Isenhagens Trainer Mike Mühlenbruch auf den Punkt. Einerseits läuft die HSG also Gefahr, kurz vor Saisonende tief mit in den Abstiegssumpf gezogen zu werden. "Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden", sagt Mühlenbruch, auch im Hinblick auf den mentalen Vorteil des Verfolgers.
Andererseits kann Isenhagen die zuletzt deutlich stärkere Magdeburger Mannschaft endgültig in die Oberliga schicken. "Aber das ist alles hypothetisch. Wir beschäftigen uns lieber mit der Vorbereitung auf das Spiel", kündigt Mühlenbruch an. Und die sollte ähnlich aussehen wie in der Vorwoche gegen den Spitzenreiter VfL Wolfsburg.
Da standen Tugenden wie Ehrgeiz, Kampfbereitschaft, Einsatz und Durchsetzungsvermögen auf dem Plan. "Die Partie gegen den VfL war eine mehr als gute Einstimmung", so der Coach zur ordentlichen Leistung beim 26:29. Eben diese müsse Isenhagen auch beim Verfolger abrufen ohne aber dabei zu verkrampfen. "Fakt ist: Auch wenn der BSV der Herausforderer ist, haben wir einen großen Druck. Wir wollen schließlich den Anschluss halten", begründet der Coach.
Letzte Chance auf den Klassenerhalt, Heimvorteil und vor allem aber eine Serie von nur einer Niederlage in den letzten vier Spielen (unter anderem auch ein 32:32 beim VfL Wolfsburg) machen Magdeburg zu einem gefährlichen Gegner. Interessant: Parallel fordert der TuS Komet Arsten, momentaner Tabellen-13. mit einem Punkt Abstand auf Magdeburg, den Neunten aus Haldensleben.
Und überhaupt: Die HSG, Haldensleben, HSG Hattorf-Schwiegershausen, die aller Voraussicht nach den fünften und letzten Absteiger unter sich ausmachen, haben das gleiche Restprogramm vor sich: Sie alle haben drei direkte Konkurrenten und einen Meisterschaftsanwärter vor sich. "Für uns ändert das aber wenig. Wir müssen nach wie vor Punkte sammeln. Wenn es geht, alle", sagt Mühlenbruch.
Endgültig verzichten muss er dabei auf Elena Kharythonau, die nach ihrem Knorpelschaden für den Rest der Saison ausfällt. Und auch das Comeback von Maren Cohrs ist mehr als ungewiss. "Wir werden jedenfalls nichts riskieren. Damit würden wir niemandem einen Gefallen tun. Zumal die restliche Kombo ja auch bewiesen hat, dass man mit ihr rechnen kann", so Mühlenbruch.













