Ein halbes Jahrhundert in Blau und Gelb
Hartmut Pause ist Eintracht-Fan seit 50 Jahren Zur Jubiläumsfeier kommen sechs Meisterspieler
GRASSEL. Eintracht Braunschweig startete mit einem 2:1 gegen Dynamo Dresden in die neue Drittliga-Saison. Unter den 17 200 Zuschauern im Eintracht-Stadion war natürlich auch Hartmut Pause aus Grassel ein Riesenfan der Eintracht.
In die 51. Saison begleitet mittlerweile der 62-Jährige die Blau-Gelben. Angefangen hat alles am 25. September 1960. An jenem Sonntag nahm ihn sein Freund Günter Nixdorf mit ins Eintracht-Stadion zum Punktspiel in der damaligen Oberliga gegen VfR Neumünster. Angereist wurde übrigens mit dem Fahrrad. "Und dann ist es gleich bei meinem ersten Besuch im Stadion passiert. Ich bin infiziert worden", schaut der gebürtige Vordorfer zurück und sah nach den ersten sechs sieglosen Spielen der Saison den ersten Eintracht-Sieg (3:2).
Nach diesem Schlüsselerlebnis nahm die "Fan-Karriere" von Hartmut Pause seinen Lauf. Bis zum heutigen Tage hat der Grasseler fast jedes Spiel einschließlich Auswärts- und Freundschaftspartien seiner Eintracht hautnah miterlebt. "Ich habe nicht viele Spiele ausgelassen und alle Höhen und Tiefen mitgemacht", unterstreicht der Ruheständler, der in seinem Berufsleben die Brötchen bei der Bundeswehr-Standortverwaltung in Braunschweig verdient hat. Rückblickend waren für den "Edelfan" 1963 der Aufstieg in die Bundesliga und natürlich die deutsche Meisterschaft 1967 die bisherigen Höhepunkte.
Für Hartmut Pause beschränkt sich sein "Eintracht-Leben" nicht nur auf die Besuche der Spiele. Etliche Vitrinen voll mit Fan-Kollektionen der letzten 50 Jahre sind in seinem Zuhause zu bewundern. "Darunter ist auch eine noch volle Eintracht-Bierdose aus dem Meisterjahr", berichtet der Papenteicher voller Stolz. Damit aber nicht genug: Alle Spielberichte über die Eintracht seit 1960 hat Pause aus Zeitungen ausgeschnitten und archiviert.
Einige dieser Ordner machten bei der Jubiläumsfeier "50 Jahre Eintracht-Fan" im Vordorfer Sportheim, zu der Hartmut Pause eingeladen hatte, die Runde unter hochkarätigen Gäste. Mit Klaus Meyer, Wolfgang Brase, Hans-Georg Duldz, Manfred Wuttig, Walter Schmidt und Klaus Gerwien gaben sechs Spieler der 67-er-Meistermannschaft dem Jubilar die Ehre. Unter den Gästen waren auch die Ex-Einträchtler Uwe Kienert und Dennis Brinkmann.













