2000 Kurven sind nicht genug
Westerbecker RSR-Motorsportteam startet heute beim Sechs-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring
WESTERBECK. Mit zehn Rennen ist die VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring nicht nur für Teams und Fahrer ein echter Dauerbrenner. Einmal dabei ist man infiziert!
Heute startet nun der siebte Wertungslauf auf dem Nürburgring: ein Sechs-Stunden-Rennen. Mit dabei ist auch wieder das RSR-Motorsportteam aus Westerbeck. Acht Personen umfasst das Team, bestehend aus Fahrern, Mechanikern und Catering. Teamchef und Fahrer Eberhard Rattunde fährt einen 2-Liter Golf V Race TDI mit Partikelfilter. Der VW Golf hat 240 PS und fährt mit reellen 235 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Der Countdown läuft, das Fahrzeug wurde noch einmal durchgecheckt und auf Hochglanz poliert. Auf der Nordschleife ist eine Runde mit 25 Kilometern angegeben, die der Fahrer im Schnitt mit 10:30 Minuten durchfährt. Wer in sechs Stunden die meisten Runden gefahren hat, ist Sieger des Rennens. Die bekannte Strecke, auf der einst Niki Lauda seinen spektakulären Unfall hatte, hält 74 Kurven und vier Sprungkuppen vor.
Mehr als 200 Autos aus der ganzen Welt gehen hier in verschiedenen Klassen an den Start. Das RSR-Motorsportteam aus Westerbeck hat sich eine Platzierung unter den ersten Fünf als Ziel gesetzt. Fürchten müssen sie zunächst nur die Konkurrenten aus München, die in dieser Klasse mit einem BMW 320 D und 120 D am Start sind. "Hier kann sich der VW Golf V allein schon von der Geschwindigkeit her nur schwer durchsetzen", sagt Chefmechaniker Dirk Papenfuß. Durch ein abwechslungsreiches Teilnehmerfeld, offenes Fahrerlager und günstige Preise hat die Serie längst auch die Fanherzen erobert. Denn in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird Vielfalt großgeschrieben. Vom seriennahen Kleinwagen über Youngtimer bis zum ausgewachsenen Rennfahrzeug sind je Rennen mehr als 190 Fahrzeuge am Start.













