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14. März 2010
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"Ein Schlag ins Kontor": Ausnahmetalent wandert ab

Badminton: Annekatrin Lillie verlässt Gifhorn – Zweitligist setzt auf Briten

Von Jens Neumann

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GIFHORN. Gestern noch Champions League, heute Klassenerhalt: Die Erwartungshaltung beim Badminton-Zweitliga-Aufsteiger NBV-Team Gifhorn musste plötzlich korrigiert werden. Und das aus gutem Grund…

Denn: Das Gifhorner Ausnahmetalent Annekatrin Lillie verlässt überraschend das NBV-Team. Die U-19-Nationalspielerin, WM-Fünfte im Mixed, wechselt zur neuen Saison zum Zweitliga-Konkurrenten VfB Lübeck. "Das war schon ein Schlag ins Kontor für uns", räumt NBV-Coach Hans Werner Niesner unumwunden ein.

"Nicht im Streit geschieden"

"Ihr Weggang ist für mich auch eine persönliche Enttäuschung. Das tut mir sehr, sehr weh", unterstreicht Niesner, stellt aber zugleich auch klar: "Wir sind keinesfalls im Streit geschieden. Ich kann ihr auch nicht böse sein. Annekatrin hat dreieinhalb Wochen für diesen Entschluss gebraucht. Ihre Entscheidung hat nichts mit der Mannschaft zu tun, sondern hat private Gründe."

Die Doppel- und Mixedspezialistin aus Gravenhorst will in Hamburg Wirtschaftswissenschaften studieren und dort auch am Regionalstützpunkt trainieren, der am 1. Januar eröffnet wird.

Schade für die Gifhorner, denn mit Annekatrin Lillie hätten sie mehr als nur den Klassenerhalt anstreben können. Denn schon zwei Wochen zuvor hatte es frohe Kunde gegeben – und zwar aus England: Top-Talent Jennifer Wallwork wechselt zum NBV-Team und wird dort mit ihren Landsfrauen Sarah Bok und Caroline Westley spielen. "Wir hoffen, dass sie so oft wie möglich spielen können", denkt Hans Werner Niesner an den internationalen Badminton-Kalender.

Sollten die Engländerinnen nicht zur Verfügung stehen, werden Anne Behrends, Jana Bühl oder Bianca Pils als "Springerinnen" bereit stehen. Zudem sind die Gifhorner "sehr interessiert" an der starken Slowenin Urska Silvester, die durch einen Autounfall allerdings zurückgeworfen wurde. Und: Auch nach Weißrussland besteht Kontakt. "Da gibt es einige Spielerinnen, die gerne blockweise herkommen würden."

So weit zum Damenbereich, der somit die NBV-Achillesferse werden könnte – wenn der Spielplan nicht in den Terminkalender der Britinnen passt. Bei den Herren sieht’s da schon wesentlich entspannter aus, auch wenn Stefan Neumann zum VfL Lüneburg wechselt. "Er wollte sich nicht dem ständigen Konkurrenzkampf mit Guido Radecker aussetzen", erklärt Niesner. Der 31-jährige Neumann trifft übrigens am 17. September im ersten Saisonspiel mit dem VfL gleich auf seinen Ex-Klub.

Er ist allerdings auch der einzige Weggang. Das Gerüst mit Maurice Niesner, Henning Zanssen, Leif-Olav Zöllner und Guido Radecker steht. Zudem kommt als erster Nachrücker Hannes Roffmann in Frage, der die Oberliga-Reserve als Topmann zurück in die Regionalliga führen soll. "Das ist ganz klar das Ziel", verrät Niesner. Der Zweiten wird dabei künftig Lars Freist (SV Lengede) fehlen, während Robin Niesner aus gesundheitlichen Gründen nur noch Doppel spielen wird.

Graham Hurrell wieder da

Doch zurück zur Ersten, zurück zu den Herren: Schließlich tut sich auch dort noch einiges. Topmann Peter Jeffrey wird wieder öfter spielen können – der Engländer ist in den Trainerstab seines Verbandes gewechselt. Und: Zudem melden die Gifhorner mit Graham Hurrell einen weiteren Briten. "Mit ihm sind wir so gut wie klar. Ihn auf der Liste zu haben, wäre wichtig", sagt der NBV-Coach. Übrigens: Hurrell spielte vor sieben Jahren schon einmal für Gifhorn.

Und dann dürfte es noch einen Knaller geben in der Meldeliste: Rasmus Wengberg. Der 30-jährige Schwede ist ein ganz starker, international erfahrener Einzelspieler mit ansprechenden Doppelqualitäten. "Bei den Herren hätten wir dann die Qual der Wahl", meint Niesner. "Die Aufstellung wird deshalb ganz, ganz heikel."

Mittwoch, 29.06.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4246477/menuid/2169

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