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12. Februar 2012
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3:5 gegen Beuel – ein gefühlter Sieg

NBV-Team überzeugt gegen den Spitzenreiter – Damenspiele überstrahlen alles – Zanssen/Zöllner überraschen

Von Jens Neumann

GIFHORN. 3:5 gegen Spitzenreiter 1. BC Beuel – die erste Saisonniederlage, sie war ein gefühlter Sieg für den Badminton-Bundesligisten NBV-Team Gifhorn. Denn: Auch ohne seine Engländer im Aufgebot hielt der Aufsteiger unerwartet gut mit und Betrieb einmal mehr beste Eigenwerbung.

"Wenn wir hier mit 3:5 verlieren sollten, dann haben wir eigentlich gewonnen", betonte NBV-Coach Hans Werner Niesner. Schließlich fehlten den Gifhornern Rajiv Ouseph, Robin Middleton, Matthew Honey und Jennifer Wallwork, während das Topteam aus Bonn in Bestbesetzung antrat. "Mit so einer starken Aufstellung hat Beuel in dieser Saison noch gar nicht gespielt", erklärte Niesner.

Das bekamen insbesondere Jan Patrick Helmchen und Maurice Niesner im dritten und zweiten Herreneinzel zu spüren. Der Kanadier Carl Baxter und der Finne Ville Lang, die mit Badminton ihren Lebensunterhalt verdienen, erteilten den Gifhornern bei deren deutlichen Zweisatzniederlagen eine Lektion.

Vor 250 begeisterten Besuchern in der "Katzenberg-Arena" erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Maurice Niesner/Raul Must waren im ersten Herrendoppel zwar erwartungsgemäß chancenlos gegen Ingo Kindervater und Deutschlands Nummer 1, Marc Zwiebler. Doch: Olga Konon/Astrid Hoffmann sorgten nach einem dramatischen, 50-minütigen Dreisatzmatch gegen Overzier/Cann für den 1:1-Ausgleich. "So ein Damendoppel mit solchen Ballwechseln habe ich hier in Gifhorn noch nie gesehen", unterstrich Hans Werner Niesner.

Es sollte sogar noch besser kommen fürs NBV-Team: Die Lokalmatadoren Henning Zanssen/Leif-Olav Zöllner schlugen überraschend Maywald/Lang glatt in zwei Durchgängen. "Das hatte ich ihnen nicht zugetraut, zumal Leif angeschlagen war", erklärte Niesner. "Ich habe mich selbst unter Druck gesetzt – und es lief gut", meinte Zöllner, der sich den leicht gezerrten Oberschenkel hatte abkleben lassen.

Den dritten Gifhorner Punkt holte – wie sollte es auch anders sein – Olga Konon. "Und auch das Match war hervorragend", lobte Niesner die Weißrussin, die gegen die Engländerin Elizabeth Cann in den entscheidenden Situationen volles Risiko ging – und dafür belohnt wurde. Jeweils im Endspurt gewann die Gifhornerin beide Sätze.

Im Duell zweier Olympia-Teilnehmer fehlte Raul Must dann das nötige Quäntchen Glück – und die Lobby bei den Unparteiischen. Zwei strittige Bälle gab es im Spiel gegen Marc Zwiebler, beide wurden zunächst für Must gegeben. Doch Zwiebler reklamierte – und bekam die Punkte! Besonders bitter war dies im zweiten Satz beim Stand von 14:16, als der favorisierte Deutsche wankte und ihm der Gang in den dritten Satz drohte.

Montag, 13.10.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/9273181/menuid/2169

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