Turnerische Weltreise bei Arminia Vöhrum
Mix aus Tanz, Akrobatik, Geschmeidigkeit und choreografischen Darbietungen beim TSV SBB-Fans müssen Verlieren lernen
Die Wette gilt. Eigentlich hatte der Broistedter Luftpistolenschütze Michael Peirick gehofft, bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Coburg 50 Liter Oktoberfestbier gewinnen zu können. Schließlich trat er im Bundesliga-Viertelfinale auf den SV Kehlheim-Gmünd und seinen Freund Thomas Karsch. "Wir kennen uns schon seit langem, unter anderem aus Bundeskadern", verriet Peirick.
Auch mit Karsch-Ehefrau Monika verstehe er sich gut. Doch beim Vergleich mit dem Schützenbund sorgte die am Ende bekanntlich erfolgreiche Karsch-Taktik dafür, dass Peirick auf keinen seiner Kehlheimer Freunde traf. "Aber die Wette wird nachgeholt", kündigte Peirick an, ehe er nach dem eigenen Ausscheiden seinen Freunden im Halbfinale vergeblich die Daumen drückte.
Grob fahrlässig. Apropos Ausscheiden: Die auch von der Konkurrenz gelobtenBroistedter Fans feierten ihre Mannschaft in der Coburger Angerhalle trotz der 2:3-Niederlage gegen Kehlheim-Gmünd. Allerdings musste sich SBB-Trainer Philip Bernhard beim Abschlussessen am Abend doch noch eine Rüge des Vorsitzenden Hans-Joachim Pauseback gefallen lassen.
"Du hast es versäumt, unsere treuen Fans angemessen auf die Möglichkeit vorzubereiten, dass wir auch einmal eine Niederlage einstecken müssen das kannten wir in den letzten Jahren doch nur aus dem Finale", sagte Pauseback schon wieder schmunzelnd. Es sei grob fahrlässig, die Broistedter Anhänger hätten auch auf diesen Fall vorbereitet sein müssen. Einschließlich der Nervenbelastung durch ein so spannendes Viertelfinale mit unglücklichem Ausgang.
Launig betonte Pauseback, im kommenden Jahr sei ein derartiges Mental-Trainingslager für die SBB-Fans gewiss nicht nötig. Denn dann werde die Mannschaft, die bereits komplett für die kommende Saison zugesagt habe, ja "sehr wahrscheinlich keine weiteren Niederlagen mehr einstecken" müssen. jwd
Turnshow in Vöhrum. Mehr als 400 Zuschauer sahen temporeiche Vorführungen von 200 aktiven Turnerinnen und Turnern des TSV Arminia Vöhrum , die einen Mix aus Tanz, Akrobatik, Geschmeidigkeit und choreografischen Darbietungen zeigten.
Als Turnoldies zeigten der ehemalige Bundesligaturner Jörg Niebuhr und Kollegen unter den Argusaugen ihres damaligen Trainers Werner Jaeschke, die hohe Turnkunst am Barren. Gleich darauf erhielt Werner Jaeschke vom Vorsitzenden des Turnkreises Peine, Hans Rothe, für sein jahrelanges Engagement im Verein die Ehrennadel in Gold überreicht.
Die jüngsten Arminen bewiesen mit schwungvollen Übungen, dass Turnen nicht immer eine schweißtreibende Angelegenheit ist.
Früh übt sich, wer einmal eine große Turnerin werden will. Mit Hexenbesen und Turnelementen auf Papas Rücken oder Schulter verzauberte Johanna Niebuhr , mit ihren drei Jahren die jüngste Teilnehmerin, das Publikum.
Einmal ein Torero sein, die Sonne Italiens am Morgen genießen, mit Skigymnastik in Form kommen, oder lernen, wie man sich wirkungsvoll verteidigen kann, all das bekamen die Gäste geboten. Hip Hop, Jump-Stil oder Formationstanz, jede Tanzart hatte ihre Anhänger, die kräftig zur Musik klatschten. Zum Abschluss wurde es dunkel in der Halle der Berufsbildenden Schulen. Im Schwarzlicht , nur schemenhaft erkennbar, sprangen die Leistungsturnerinnen der Trainingsgemeinschaft Vöhrum/Stederdorf Saltos oder schlugen Räder und ließen ihre rotleuchtenden Anzüge mit den weißen Socken auf das Publikum wirken. Neongrün dagegen leuchteten die Seile der Rope Skipper bei den "nächtlichen" Sprüngen. Die Veranstaltung endete, wie sie begann mit dem Turntigertanz .
Hallen-Vizemeister. Lajos Levai (58, Peiner TC) kehrte mit einem zweiten Platz im Doppel von den deutschen Hallen-Tennismeisterschaften aus Essen zurück. Der PTC-Trainer verlor in der Altersklasse 55 mit seinem Partner Dan Nemes (DJK Holzbüttgen) erst im Finale gegen die an Nummer eins gesetzten Müller/Olinger (Bad Ems) mit 6:4, 3:6 und 6:7. Vorher setzten sie sich gegen Kampschulte/Quast und Kluge/Mager durch. Im Einzel gewann Levai sein Auftaktmatch gegen Willi Tscholl aus Holzbüttgen, verlor aber anschließend gegen Karl Müller.











