Elke Ostwald in ihrem Element
Ohlumer Masters-Schwimmerin gewann 2009 drei EM-Medaillen
Im Wasser ist die dreifache Europameisterin Elke Ostwald eher eine Sprinterin. Doch als Wettkämpferin beweist die dritte Kandidatin der Wahl zu Peines Sportlerin des Jahres einen langen Atem.
Es bedurfte lediglich einer Initialzündung, bis die Ohlumerin wieder in ihr Element fand. Die lieferte Sohn Frederik, als er 1990 als Sechsjähriger mit dem Schwimmtraining beim TSV Hohenhameln begann. "Irgendwann bin ich als Trainerin engagiert worden und dann hab ich selbst wieder Lust bekommen", berichtet Elke Ostwald heute.
Schließlich war das Talent des im Mai 1958 geborenen Mädchens schon bei einem Sichtungsschwimmen während ihrer eigenen Schulzeit in Hohenhameln aufgefallen. Sie startete unter anderem für Hellas Hildesheim, probierte aber auch etliche andere Sportarten aus.
Weil sie durch Voltigieren oder reiterlichen Vierkampf gut zu Pferde war, bot sich irgendwann eine besonders vielfältige Sportart für sie an. Elke Ostwald wurde Moderne Fünfkämpferin. Immerhin hatte sie nationale Klasse, wurde einmal Vierte der Deutschen Meisterschaft. "Wenn nur das Schießen nicht gewesen wäre das hat mich immer wieder zurückgeworfen."
Nach Heirat und Geburt der beiden Kinder aber pausierte die Erzieherin im Leistungssport. Doch eines Tages reichte ihr Gitarrenspielen nicht mehr als Hobby ("Ich möchte jetzt auch Akkordeon erlernen."), Elke Ostwald entdeckte das Masters-Schwimmen für sich. 1994 nahm sie nach einem längeren Trainings-und Aufbauprozess erstmals wieder an nationalen Titelkämpfen teil mit Erfolg.
Seitdem hat sie dreimal die Europameisterschaft neben etlichen nationalen Titeln in ihrer jeweiligen Altersklasse gewonnen. "Immer dann, wenn ich als Jüngste neu dazu gekommen bin", sagt sie in aller Bescheidenheit. Zuletzt holte sie 2009 in Cadiz einen kompletten Medaillensatz: Gold über 50 Meter Freistil, Silber über 50 Meter Brust und Bronze über 100 Meter Brust.
"Ich bin da eher der Sprintertyp, längere Strecken liegen mir nicht." Bei aller Bescheidenheit: Ohne bis zu sieben Trainingskilometern pro Woche im Mehrumer Hallenbad sind auch solche Leistungen nicht zu vollbringen. "Aber der Spaß am Element Wasser überwiegt, die Freude an der Koordination, die man braucht, um sich dort zurecht zufinden."
Außerdem fühlt sich Elke Ostwald als Teil einer tollen Hohenhamelner Truppe ebenso wohl wie in ihrem Element dem Wasser.













