HSG Nord und Groß Lafferde setzen sich ab
Handball-Landesligateams feiern wichtige Heimsiege Adenstedter desolat beim 20:36 in Geismar
Das tat gut. Sowohl der MTV Groß Lafferde als auch die HSG Nord polierten ihre Heimbilanz in der Handball-Landesliga auf. Und das gegen Teams, die ebenfalls im Tabellenkeller stehen. Dadurch hat sich das Duo nun schon bis auf fünf Punkte von der Abstiegszone entfernt.
MTV Geismar SG Adenstedt 36:20 (18:8). Richtig verärgert zeigte sich Adenstedts Coach Ralf Könnecker. Dabei war es nicht einmal die auch in der Höhe verdiente 20:36- Niederlage, die sein Team einstecken musste, sondern die Art und Weise, wie diese zustande kam.
Könnecker hatte vor dem schnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff des Dritten gewarnt. Was aber folgte, konnte er nicht nachvollziehen. "Das Spiel war nach 10 Minuten gelaufen. Da führte Geismar bereits mit 10:1. Wir waren total unterlegen", ärgerte sich der Coach. Allein von den 18 Gegentoren in der ersten Halbzeit fielen 12 durch den Gegenstoß oder die zweite Welle.
In der zweiten Halbzeit änderte sich wenig. Das Schlusslicht Adenstedt ließ das sonst übliche Aufbäumen vermissen. "Da spiele ich lieber mit einer Not-Sieben, die kämpferisch alles gibt. Wenn ich nicht bei Abteilungsleiter Uwe Giesemann im Wort stünde, wäre dies mein letztes Spiel gewesen." Einzig Keeper Holger Giesemann wollte Könnecker von seiner Kritik ausnehmen.
SGA: Giesemann Gappenberger (1); Lauenroth (1); Hilse (3); Bewig; F. Frank (3); Ksoll (1); Müller (5); Marris (1); Kosak (2/2); Könnecker (1); Heitmüller (1); Bertram (1).
HSG Nord Edemissen HSG Schöningen 33:30 (17:14). "Es war ein ganz wichtiger Sieg im Hinblick auf den Klassenerhalt", fiel Jörg Ohms ein dicker Brocken vom Herzen. Aufgrund der Wichtigkeit waren die Gastgeber ganz konzentriert und setzten den Verbandsligaabsteiger unter Druck.
Edemissen zog über 7:5 bis auf 17:14 davon. "Das war eine starke Phase von uns. Der Vorsprung hätte aber höher sein müssen", meinte Ohms. Er war mit der Abwehrleistung dennoch nicht zufrieden, obwohl die beiden rumänischen Schöninger Rückraumspieler gut aus dem Spiel genommen wurden.
Nach Wiederanpfiff kassierte die HSG in Unterzahl zwei Treffer zum 17:19. "Doch dann legten wir wieder eine Schippe drauf und zogen bis auf 30:22 entscheidend weg", sagte der Torwart. Ohms wollte nicht verhehlen, dass dies auch an der Undiszipliniertheit der Gäste lag, die sich immer wieder selbst dezimierten. In den letzten zehn Minuten schaltete die HSG einen Gang zurück, so dass Schöningen noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.
HSG: Bell, Ohms Krecker (2), Wilck (1), S. Seffer (5), Springer (1), T. Seffer (4), Meinhardt, Schöne (2), Winkler (11), Grauert (2), Hahn (5).
MTV Groß Lafferde HSG Schladen-Hornburg 43:31 (17:12). "Es war ein Vier-Punkte-Spiel. Daher war der Sieg über den Vorletzten, der durch den Heimsieg über Schoningen mit gestärktem Selbstvertrauen antrat, auch so eminent wichtig", fand MTV-Betreuer Dennis Bühn.
Beide Teams begannen in diesem Kellerduell sehr nervös und leisteten sich unnötige technische Fehler bis zum 5:5 (12.). Dann platzte bei den Hausherren der Knoten und Lafferde setzte sich über 8:5 (16.) und 14:8 (25.) bis zur Pause auf 17:12 ab.
"Im zweiten Durchgang machten wir da weiter, wo wir nach 30 Minuten aufgehört hatten", lobte Bühn seine Mannen, die auf jeden Gegentreffer die richtige Antwort hatten. Schladen steckte auf und der MTV kam so zu einem Kantersieg. "Die gesamte Mannschaft hat 60 Minuten gekämpft und nicht nur verdient beide Punkte eingefahren sondern auch etwas für das Torverhältnis getan. Mit diesem Sieg haben wir uns etwas Luft im Abstiegskampf verschafft", so Bühn.
MTV: Hager, Könnecker Lüdecke (4), Singenstreu (1), Jarzombek (3), Bank (7), Krause (2), Gerfen (14/2), Schmidt (4), Knittel (8), Hörnicke.













