Stederdorfer verzichten auf Relegation
Volleyball-Verbandsligamänner ziehen sich zurück Martin Balzer sieht keine Schuld beim Verein
Die Verbandsliga-Volleyballer des MTV Stederdorf verloren das letzte Saisonspiel bei TuSpo Weende mit 2:3 (23:25/25:18/25:20/19:25/10:15) und belegen damit in der Endabrechnung den siebten Tabellenplatz. Der würde normalerweise die Relegation bedeuten und damit die Chance auf den Klassenerhalt in der Verlängerung.
Aber die Mannschaft hatte sich schon vor Wochen entschieden, und es jetzt erst publik gemacht, dass sie dort nicht antreten wird. "Wir werden die Relegation nicht mehr spielen und lösen uns auf", sagte Routinier Martin Balzer, der damit einen Schlusspunkt unter die jahrelangen Probleme der ersten Herren zog.
"Nach fast zehn Jahren im Verein kann ich nicht verbergen, dass ich traurig bin. Aber es ging nicht anders. Von unserem Kader mit acht Leuten wollten im kommenden Jahr drei weg. Aus der Landesliga, von der zweiten Mannschaft, war kein wirkliches Interesse da, in die Erste hoch zu rutschen, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als die Mannschaft aufzulösen", erklärt Balzer.
Er sieht aber die Schuld keinesfalls bei der Abteilungsleitung oder dem Verein. "Wir waren immer das Aushängeschild der Abteilung, haben die neuesten Bälle und Trainingssachen bekommen. An der Rückendeckung liegt es nicht."
Zum einen war sicherlich auch ein Grund, dass man sich nach dem Oberliga-Abstieg viel höhere Ziele gesetzt hatte und um den direkten Wiederaufstieg mitspielen wollte. Die fehlende Nachwuchsarbeit, die zu wenig Talente hervorbrachte, war ein weiteres Manko.
"Aber auch da kann man der Abteilung keinen Vorwurf machen. Die Probleme fangen ja schon im Schulsport an und nicht erst im Verein", meint Balzer.
So wird sich der restliche Kader in den kommenden Wochen in anderen Vereinen wiederfinden. Als Ziele werden Gifhorn, Vechelde und auch Hannover genannt.
Gespielt wurde am Wochenende aber auch noch, denn für den MTV ging es noch um den sechsten Tabellenplatz. Mit nur sechs Spielern und ohne jede Wechselmöglichkeit boten sie dem Tabellenvierten lange Zeit Paroli, spielten in den Sätzen zwei und drei locker und ohne Druck auf, ehe sie am Ende dann der dünnen Spielerdecke Tribut zollen mussten.
MTV: Balzer, Popovic, Adler, Clark, Rohrberg, Messerschmidt.













