Der KSB in Zahlen
Bestandserhebung geht über Vereinsleben hinaus
Wem der Begriff "Bestandserhebung" noch die Assoziation verstaubter Archive aufkommen lässt, dem sei ein Wortwechsel mit Dieter Schulze, Geschäftsstellenleiter des Kreissportbundes (KSB) Peine, empfohlen.
"Die Bestandserhebung erschöpft sich nicht in Zahlen. Wir greifen damit auch gesellschaftliche Trends auf", gibt Schulze zu bedenken. "Die Berufswelt, gerade der 27- bis 40-Jährigen, erfordert zeitlich immer mehr Flexibilität."
Das gelte laut Schulze schon lange nicht mehr allein für Berufe mit Wechselschichtsystem. Unter Zeitdruck verlassen Viele den Verein zugunsten eines Fitness-Studios mit großzügigen Öffnungszeiten. "Das erklärt die fallenden Zahlen in dieser Altersgruppe", so der KSB-Geschäftsstellenleiter.
Zu den Instrumenten, die der KSB gezielt einsetzen kann, gehört die Attraktivität einzelner Sparten über eine Gemeinde hinaus. So garantiert beispielsweise das Voltigieren in Hohenhameln und Umland hohe Zuwachsraten weiblicher Mitglieder in der Altersklasse der 7- bis 14-Jährigen.
Überraschend ist, dass 112 der kleineren Vereine gerade mal 25 Prozent der KSB-Gesamtmitgliederzahl stellen. "Allerdings sind gerade diese Vereine mit oft nur einer angebotenen Sportart nicht von Existenzproblemen betroffen man verzettelt sich nicht", gibt Schulze zu bedenken.
Die zehn größten Vereine stellen ebenfalls 25 Prozent der Gesamtmitgliederzahl. Acht Vereine haben über 1000 Mitglieder (siehe Grafik). An der Spitze hat der TSV Eintracht Edemissen mit 1509 Mitgliedern den MTV Jahn Peine abgelöst.













