Camping am Strafraum
Reichlich Trubel beim Frauenfußballturnier des VfB Peine
Eigentlich hatten es nicht nur die Frauen des Bovender SV ganz bequem. Direkt vor dem Zeltausgang lag der Peiner VfB-Sportplatz, die Luftmatratze hätte als Auswechselbank dienen können.
Die Südniedersachsen waren eines von 35 Frauenfußballteams, die zu Pfingsten zwei Tage lang um den Effedach-Cup des VfB Peine spielten. Rund um die Spielflächen wuchs dabei schon am Samstag eine ansehnliche Zeltstadt. Und das, obwohl einige Mannschaften aus der näheren Umgebung das eigene Bett doch dem Camping vorgezogen hatten.
In der Zeltstadt aber drehte sich alles um Frauenfußball. Mit einer kleinen Einschränkung, am Samstag gab es das Finale der Champions-League als Einstimmung auf den eigenen Einsatz.
Auch sonst überzeugte das Rahmenprogramm, für das VfB-Coach Sebastian Rühmann mit zahlreichen Helferinnen und Helfern gesorgt hatte. Alle Aktiven schwärmten beispielsweise von der Players-Night in der Diskothek Crazy Daisy. Dem Vernehmen nach sollen einige Zelte nach dem Aufbau nicht mehr betreten worden sein...
Sportlich lief es nicht ganz optimal für die Gastgeber. "Man gewinnt doch nicht sein eigenes Turnier", stellte VfB-Torfrau Michelle Jakubietz schmunzelnd fest. Allerdings hielten sich auch die übrigen Teams aus dem Kreis vornehm zurück, so dass die Gruppe der Besten den Turniersieg ohne hiesige Beteiligung ausspielen musste (Ergebnisse folgen).
Alle Teams waren derweil bei Platzierungsspielen gefordert, übertrieben den Einsatz aber keineswegs. "Das ist einfach eine tolle Atmosphäre", lobte denn auch Schiedsrichter Walter Marchefka. "Am Samstag haben wir gerade einmal zwei gelbe Karten zücken müssen."
Auch als der Regen am Montagmorgen für teilweise widrigste Bedingungen sorgte, ging alles geregelt zu Ende. Trotz ziemlich feuchter Zelte und aufgeweichter Rasenfläche hatte das organisatorische VfB-Team am Ende alles in trockenen Tüchern.













