"Sich oben zu halten, ist schwer"
Badminton: Interview mit Henning Zanssen, Zweitligaspieler beim BV Gifhorn
Angefangen mit dem Badmintonspielen hat er beim MTV Vechelde. Dem Klub blieb er bis vor dreieinhalb Jahren treu, seitdem läuft der Bettmaraner für den Zweitligisten BV Gifhorn auf. Am vergangenen Wochenende schwang er das Racket wieder einmal im Kreis Peine, denn in Vöhrum standen die Norddeutschen Meisterschaften auf dem Programm. Bei eben jenen hatte sich der 26-Jährige zusammen mit Leif-Olav Zöllner (BV Gifhorn) vorgenommen, den Titel im Doppel zu verteidigen, doch im Viertelfinale war Endstation. Über die Gründe sprach Zanssen mit PN-Redakteur Peter Konrad.
Ihre Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Wie groß ist die Enttäuschung?
Sie hält sich in Grenzen, da ich im Mixed das Finale erreicht habe. Aber schade ist es schon, dass im Doppel nicht mehr herausgesprungen ist.
Woran hat es gelegen?
Schlecht gespielt haben Leif und ich nicht, schließlich stand die Partie ja auch auf der Kippe. Letztlich hat die Tagesform entschieden, und unsere war eben nicht ganz so gut wie die unserer Gegner aus Hamburg. Beide haben wirklich stark gespielt, wobei wir schon vorher wussten, dass auf uns eine schwere Aufgabe wartet. Außerdem ist es leichter nach oben zu kommen, anstatt sich dort zu halten. Denn die anderen sind meistens besonders motiviert, wenn es gegen den Titelverteidiger geht. Am wichtigsten für mich aber war, dass wir uns wieder für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert haben.
Wie auch im Mixed
Stimmt. Allerdings wäre dort sogar mehr möglich gewesen als der zweite Platz. Ich hätte nur den Matchball verwandeln müssen.
Seit gut drei Jahren spielen Sie für den BV Gifhorn, wohnen aber in Bettmar. Darf ihr alter Verein, der MTV Vechelde, auf eine baldige Rückkehr hoffen?
In den nächsten drei, vier Jahren nicht, obwohl ich nach wie vor guten Kontakt zu den Vecheldern habe. Aber erst einmal möchte ich noch so hoch spielen wie möglich.
Ist die erste Liga ein Thema für Sie?
Nein, als reiner Amateur ist diese Klasse eine Nummer zu hoch. Arbeiten und Bundesliga zu spielen ist kaum machbar, weil man durch ganz Deutschland reisen muss. Der Aufwand wäre viel zu groß.
Wie sieht das in Gifhorn aus?
Auch in der zweiten Liga sind die Fahrten schon sehr weit. Aber bislang habe ich alles gut unter einen Hut bekommen.
Trauen Sie einem Verein aus dem Kreis Peine eine ähnliche Entwicklung zu wie dem BV Gifhorn?
Eigentlich nicht. Ich kann mir zwar vorstellen, dass es der VfB/Skiclub Peine bis in die Oberliga schafft, aber dort wird es dann ganz schwer werden. Es sei denn, er holt noch zwei, drei gute Leute von außerhalb, oder aber der VfB verfügt über viele Talente. Aber von solchen Spielern hat man ja meistens nur einen.











