Jan Gustafsson gewinnt Schachturnier
Fide-Meister Stefan Breuer ist mit Platz zwölf bester Salzgitteraner Simon Tennert stärkster Jugendlicher
LEBENSTEDT. Selten sind in Salzgitter so viele Groß- und Internationale Schachmeister anzutreffen. Beim Schnellschachturnier der Schachvereinigung Salzgitter gaben sich gleich 16 Spieler mit internationalen Titeln ein Stelldichein.
Mit Großmeister (GM) Jan Gustafsson hatte sich sogar ein Stammspieler der Deutschen Nationalmannschaft für das Turnier angemeldet. Der für den Deutschen Meister OSG Baden-Baden spielende Hamburger galt als Turnierfavorit.
Insgesamt 16 Spieler mit internationalen Titeln, darunter fünf Großmeister, traten in dem Turnier an. Darunter auch der dreifache Deutsche Meister GM Thomas Luther, der gerade während einer Asienreise in Kuala Lumpur und Mumbai Preise gewonnen hatte. Als härtester Konkurrent erwies sich jedoch der lettische Großmeister Viesturs Meijers (ESV Nickelhütte Aue), der mit seiner ebenfalls spielenden zehnjährigen Tochter Violetta angereist war. Seine Ehefrau und Vorjahressiegerin, die Großmeisterin Inna Gaponenko, hatte dagegen auf den Start in Salzgitter verzichtet.
In der fünften Runde des auf neun Runden nach dem Schweizer System ausgelegten Turniers trafen die bis dahin ungeschlagenen Gustafsson (weiß) und Meijers (schwarz) aufeinander. 15 Minuten Bedenkzeit blieben den beiden Meistern, die Partie für sich zu entscheiden. Am Ende hatte Meijers die Nase vorn. Trotzdem reichte es für ihn nicht zum Turniersieg. Während Gustafsson alle weiteren Partien gewann, leistete sich Meijers in seinen letzten beiden Partien zwei Remis gegen Alexander Izrajlev und den Internationalen Meister Ilja Schneider (SF Berlin). Damit landete er in der Endabrechnung punktgleich mit Gustafsson auf Platz zwei. Beide kamen mit acht Punkten aus neun Partien durch das Turnier. Dritter im Gesamtklassement wurde Schneider mit sieben Punkten. Bester Salzgitteraner Spieler wurde Fide-Meister Stefan Breuer, der mit sechs Punkten auf Platz 12 landete. Der beste Jugendliche im Feld war Simon Tennert. Er holte sowohl in der U-14- als auch in der U-18-Gruppe den Pokal für die Schachvereinigung.













