Jana Arnhold erkämpft Rang vier
Deutsche Jugendmeisterschaften im Ringen: Salzgitteranerin überzeugt in Viernheim
VIERNHEIM/SALZGITTER. Ein vierter Platz gilt gemeinhin als undankbar. Doch jener von Jana Arnhold (KSV Siegfried), den sie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Ringen belegte, ist nicht hoch genug einzuschätzen.
Arnhold ging in der 70-Kilogramm-Klasse an den Start, neun weitere Aktive zählten hier zu den Konkurrentinnen. Von ihren vier Kämpfen im Pool gewann sie drei auf Schultern. Die entscheidende Auseinandersetzung um Platz eins im Pool verlor Arnhold gegen die spätere Deutsche Vizemeisterin, Denise Graf (Luckenwalder SC).
Auf verlorenem Posten
Arnhold stand gegen die stämmige Brandenburgerin auf verlorenen Posten. Runde eins ging mit 0:4 verloren, im zweiten Abschnitt lag die Salzgitteranerin ebenfalls mit 0:4 zurück, nach 3:05 Minuten lag sie auf den Schultern. Zuvor hatte Jana Arnhold Karin Dürrleder vom KSV Borxleben aus Thüringen klar mit 7:0 Punkten überrannt und sie schon nach 1:40 Minuten entscheidend besiegt. Noch schneller musste sich die Nord-Badenerin Daniela Dutzi (Weingarten) geschlagen geben. Ganze 35 Sekunden benötigte Arnhold, um mit einem mustergültigen Kopfhüftzug zum Erfolg zu kommen.
Am späten Samstagabend musste Arnhold noch einmal auf die Matte, um sich endgültig den zweiten Platz im Pool zu sichern, der den Einzug ins kleine Finale bedeutete. Julia Helbing (ASV Mainz) war kein großes Hindernis, obwohl der Name Helbing in Mainz für ringerisches Können steht. Mit der ersten Aktion gelang es Arnhold, ihre Gegnerin in eine gefährliche Lage zu bringen, nach 55 Sekunden war das Duell entschieden.
Damit stand Arnhold im Finale um Platz drei. Hier traf sie auf Carmen Öhler (VfK Mühlenbach). Auch Öhler war mit drei Schultersiegen durch ihren Pool gegangen, unterlag nur der späteren Meisterin Dominique Staab.
Auf den Schultern
Arnhold ging diesen Finalkampf besonnen an, kam in der ersten Minute zu zwei Einerwertungen.
Dann aber drehte die Mühlenbacherin mächtig auf, machte eine Dreierwertung und ließ eine Zweierwertung folgen, mit der sie die Salzgitteranerin auf die Schultern zwang.
So blieb Jana Arnhold wieder "nur" der vierte Platz, wie schon 2003 in Bensheim, damals in der 43- Kilo-Klasse. Mit ihrer Leistung verhalf Jana Arnhold dem Niedersächsischen Ringerverband zu Rang 11 in der Länderwertung. Bei der weiblichen Jugend gingen ingesamt 108 Ringerinnen an den Start.













