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01. August 2010
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Aufstieg unmöglich – Motivation trotzdem da

Ringerbrüder aus Cramme wurden Norddeutscher Mannschaftsmeister mit der KG Salzgitter – Auch Schwester Dominique aktiv


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CRAMME. Norddeutscher Mannschaftsmeister sind sie, die Ringer der Kampfgemeinschaft (KG) Salzgitter. Und mittendrin kämpfen die Brüder Christopher und Florian Brunke aus Cramme, die maßgeblich am Erfolg beteiligt waren.

Bereits in der Oberliga-Nordwest hatte es die KG mit Gegnern aus Hamburg oder Bremen zu tun, schaffte dennoch die Qualifikation für die Finalkämpfe gegen die Sieger der Nordost-Staffel.

Favoriten geschlagen

"Wir haben die favorisierten Hamburger zweimal geschlagen", ist der 21-jährige Christopher stolz. Auch bei den Finalkämpfen ließen sie der KG Rostock/Lübthen/Warnemünde keine Chance und sicherten sich den Titel. "Christopher kämpft in der Klasse bis 74 Kilogramm und hatte einen gehörigen Anteil am Erfolg", lobt Fritz Haupt, Trainer des KSV Salzgitter. "Beim Ringen ist vor allem eine ausgeglichene Mannschaft notwendig", bekräftigt hingegen der 21-Jährige, der im vergangenen Jahr im Einzel den Landesmeistertitel errang und Dritter bei der Norddeutschen Meisterschaft wurde. Bruder Florian (23), der in der Gewichtsklasse bis 84 oder 96 Kilo kämpft, sicherte sich ebenfalls schon Landesmeistertitel in der Jugend.

Trotz des Erfolges verzichtet die KG aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg. "Da benötigt man eine Top-Mannschaft und gewisse Sponsoren, ansonsten kann man die langen Fahrten und Übernachtungen nicht finanzieren", erklärt Haupt. "Ich kann das selbstverständlich nachvollziehen", schildert Brunke, der daraus einfach die Motivation schöpft, den Titel zu verteidigen. Die Mannschaftsrunde beginnt allerdings erst wieder im September. Dann sind auch die Brunke-Brüder wieder dabei. Momentan sind sie verletzt. Florian hat Rückenprobleme, Christopher hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.

Dreimal trainieren die Crammer pro Woche. Normalerweise finden die Übungseinheiten in Salzgitter-Bad statt. Zurzeit müssen die Ringer aufgrund von Umbauarbeiten jedoch in der kleinen Sporthalle des SV Cramme trainieren.

Dort ringt nicht nur das Meisterteam. Auch der 13-jährige Timo Poerschke, der im März die niedersächsische Jugend-Mannschafts-Meisterschaft vor Augen hat, kommt aus Cramme, geht allerdings mit gedämpften Erwartungen in die Wettkämpfe: "Ich bin nicht unbedingt in Topform und hoffe, dass ich nicht Letzter werde."

Zwei kräftige Argumente

Familie Brunke wird beim Training durch Christophers und Florians Schwester Dominique komplettiert. Die 18-Jährige ist die einzige Ringerin aus Cramme. Freundinnen, die vielleicht mit Skepsis auf die vor allem für Frauen ungewöhnliche Sportart reagieren, hat sie keine: "Alle haben mich als Ringerin kennen gelernt und finden den Sport gut." Und falls es doch jemanden stört, hat sie ihre Brüder – zwei überzeugende Argumente.

Dienstag, 05.02.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7933762/menuid/2173

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