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03. September 2010
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Meisterliches Training in Wolfenbüttel

Zoi Georgopulou holt drei Medaillen und fährt im Oktober zur Deutschen Billard-Meisterschaft

Von Jens Semmer

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Der Billard-Snooker-Club Harlingerode hat seit seiner Gründung im Jahre 1992 trotz vieler Umzüge stets seinen Namen behalten. Nun fanden die Mitglieder in Wolfenbüttel ein neues Zuhause. Und sie scheinen sich wohl zu fühlen – jedenfalls gab es schon erste Pokale.

Aus Teilnehmern eines Freizeitturniers in Harlingerode wurden einst die Vereinsgründer. Schnell war die Kapazität der ersten Spielstätte erschöpft, so dass der BSC umzog nach Bad Harzburg. "Wir haben uns rapide entwickelt", erzählt Christian Beer, "in dieser Zeit waren wir mit über 50 Mitgliedern der zweitgrößte Billardverein Niedersachsens."

Als Zweitliga-Aufsteiger nach Wolfenbüttel

Doch bald folgten alters- und berufsbedingte Abgänge. Durch die sinkende Mitgliederzahl und mangelnde Unterstützung wurde nach acht Jahren das Klubheim finanziell nicht mehr tragbar, deshalb zog der Verein weiter nach Vienenburg, wo sich zuvor ein eigener Billardverein gegründet hatte. Sportlich war die Zeit dort durchaus erfolgreich, doch die Konkurrenzsituation mit dem Vienenburger Verein im Kampf um neue Mitglieder belastete den BSC.

So zog es den Vorsitzenden, Peter Michael Sorge, und seine Kameraden 2007 mit der Referenz, gerade in die 2. Snooker-Bundesliga aufgestiegen zu sein, nach Wolfenbüttel. Hier fanden sie im in der Gaststätte Vegas Night ihre bereits vierte Spielstätte. "Der Betreiber fragte uns, was wir brauchen, dann hat er hat alles organisiert", fasst Sorge die Anfänge in Wolfenbüttel zusammen.

Zwar spielt der BSC inzwischen nicht mehr in der zweiten Liga, beachtliche Resultate kann der Verein aber dennoch vorweisen: Für den jüngsten Erfolg ist Zoi Georgopoulou verantwortlich. Sie wurde in Hannover in der Klasse der "Ladies" (Frauen ab 40 Jahren) niedersächsische Landesmeisterin im 8-Ball-Billard und gewann zudem die Silbermedaille im 14.1-endlos- sowie zudem Bronze im 9-Ball-Billard.

Damit qualifizierte sich die 46-Jährige für die Ende Oktober in Bad Wildungen stattfindende Deutsche Meisterschaft. "Das war immer mein großes Ziel", gibt Georgopoulou zu, die nach rund 30-jähriger Pause erst seit 2007 wieder vereinsmäßig Billard spielt.

"Natürlich steht der Spaßfaktor im Vordergrund, aber die Erfolge der anderen haben mich auch angespornt", sagt sie – und meint unter anderem die Qualifikation Sorges für die Deutsche Meisterschaft im Karambol-Billard.

Billard – vom Kneipensport in den olympischen Katalog

"Nach meinem Finalsieg brauchte ich einige Zeit, um zu realisieren, dass ich gerade mein großes Ziel erreicht hatte", erinnert sich Georgopoulou. Erst als sie ihren Vereinsvorsitzenden per SMS über den Ausgang des Spiels informierte, sei die Anspannung allmählich dem Stolz gewichen.

"Billard kämpft immer noch mit dem Vorurteil, ein reiner Kneipensport zu sein", sagt die frisch gekürte Landesmeisterin. Dabei sei die Konzentration ebenso hoch wie beim Schach. "Immerhin", ergänzt Sorge, "ist Billard im olympischen Katalog aufgeführt und war ein Zuschauermagnet bei den World Games." Dort siegte mit Ralf Souquet im Übrigen ein Deutscher – der allerdings noch nicht in Wolfenbüttel trainier…

Samstag, 22.08.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10829591/menuid/2175

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