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16. März 2010
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Stahnsdorf beendet Serie der Herzöge

Wolfenbüttel erleidet ersten Dämpfer nach drei Siegen – Trainer bemängelt fehlende Intensität und Systemtreue

Von Jens Semmer

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Nach drei Siegen riss die Serie der Herzöge Wolfenbüttel in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B durch die 68:78 (14:20, 21:18, 18:17, 15:23)-Niederlage beim RSV Eintracht Stahnsdorf – "letztlich verdient", so ein enttäuschter Coach Benjamin Travnizek.

Die Enttäuschung war auch einen Tag nach dem Rückschlag noch groß. Und das durchaus verständlich. Denn 36 Minuten hielt sein Team mit, führte sogar mit 61:57, doch dann brachten unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen, vor allem aber die Spieler selbst, die Herzöge um den Lohn der Arbeit.

Mit einem 16:0-Lauf entschieden die Stahnsdorfer um den Liga-Topscorer Jackson Capel die Begegnung für sich. "Wir haben nicht mit der Intensität gespielt, die uns zuletzt ausgezeichnet hat", gab Travnizek zu und unterstrich, dass "keine Ausreden gelten, weil der RSV absolut schlagbar war."

Weitere Auslöser für die Niederlage sah der Trainer darin, dass die Vorgaben und das spielerische Konzept nicht eingehalten wurden. Travnizek bemängelte, dass in den entscheidenden Phasen trotz katastrophaler Trefferquote von jenseits der Dreierlinie (4 Treffer bei 26 Versuchen) fleißig weiter von außen geschossen wurde, anstatt Frank Theis und Solomon Sheard in Korbnähe in Position zu bringen.

Beachtlich, dass die beiden mit jeweils 17 Zählern dennoch zu den erfolgreichsten Punktesammlern avancierten. Für Sheard, der sein vorerst letztes Spiel für die Herzöge bestritt, wäre der Sieg natürlich das passende Abschiedsgeschenk gewesen. Er fliegt morgen für bisher noch unbestimmte Zeit aus familiären Gründen in seine Heimat, die Vereinigten Staaten. Ein weiteres Manko der Herzöge war das Reboundverhalten. Ganze 52 Abpraller sicherten sich die Stahnsdorfer (Wolfenbüttel 37), allein 20 pflückte Terry Evans – ligaweite Saisonbestmarke.

"Teilweise hatten wir ein schlechtes Timing, aber vor allem hat nicht das gesamte Team für den Rebound gearbeitet", so Travnizek. "Die Arbeit unter dem Korb ist zu 70 Prozent Einstellungssache. Und da waren uns die Stahnsdorfer ein gutes Stück voraus: Sie wollten die Rebounds und den Sieg einfach mehr als wir."

Gleichwohl war das Ergebnis für den Coach ein Weckruf zur rechten Zeit, da sich so niemand im Training hängen lassen und die mannschaftliche Findungsphase nach den Ab- und Zugängen konzentriert vonstatten gehen könne.

Herzöge: Nawrocki, Kemp 13 Punkte/2 Dreier, Seebode, Mölle 4, Morinia 10, Theis 17/1/9 Rebounds, Knopke 5/1/8, Pink 2, Sheard 17/8 Rebounds.

Dienstag, 09.02.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11685848/menuid/2175

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