Leidenschaft für das wilde Wasser
Der Schöppenstedter Dietmar Wölker startet bei den Deutschen Meisterschaften im Wildwasser-Kajaksport
Der Schöppenstedter Dietmar Wölker betreibt seit 25 Jahren Kajaksport. "Das ist mein regelmäßiger sportlicher Ausgleich zur überwiegend im Sitzen ausgeübten Berufstätigkeit", so der 51-Jährige.
Ein bis zwei Mal in der Woche trainiere der Rechtsanwalt und Notar für den Sport. "Obwohl wir eine nette Trainingsgruppe mit erfolgreichen Leistungssportlern haben, bleibt dies ein Sport für Individualisten", räumt Wölker ein, der derzeit der Wildwasser-Rennsportabteilung des Polizeisportvereins (PSV) Braunschweig angehört
Außer im Teamwettbewerb und im Zweier-Kanadier sei man im Kajak auf sich allein gestellt eine Herausforderung. "Seit ich mit 26 Jahren erstmals hobbymäßig das Paddel in die Hand nahm, hat mich dieser Sport nicht mehr losgelassen."
Dabei gestaltet sich die Trainings- und Wettkampfsituation in der Region schwierig. "In Braunschweig trainieren wir auf dem Okerumflutgraben mitten in der Stadt." So zieht es Wölker, der sich nebenbei ehrenamtlich um den Abteilungsvorstand und die Nachwuchsarbeit kümmert, zu Wettkämpfen auf verschiedene norddeutsche Kleinflüsse, in den Harz, die Alpen oder gar nach Slowenien, wo zu Ostern ein Trainingslager auf der Soca stattfindet.
Bei allen Wettkämpfen, so auch bei der Deutschen Meisterschaft, die in diesem Jahr wildwasserbedingt wieder in Österreich stattfindet, gibt es zwei Disziplinen: Sprint und Classic, beides übrigens auch in Mannschaftswettbewerben mit zwei bis drei Booten.
An fünf bis sieben solcher Wettkämpfe nimmt Wölker jährlich teil. Die nächsten stehen am kommenden Wochenende in Bimöhlen und Bad Bremstedt an. Dann steigt Wöhler wieder ins Rennboot, eine Spezialanfertigung aus einer Kohle-/Kevlar-Mischung mit etwa elf Kilo Gewicht. Und er wird den Nervenkitzel im wilden Wasser genießen.













