Neu formierte Herzöge verlieren Test
Wolfenbüttels Basketballer unterliegen dem UBC Hannover Grant und Sexton mit starkem Auftritt
Mit völlig neu formiertem Kader stellten sich die Basketballer der Herzöge Wolfenbüttel am Samstag dem Publikum am Landeshuter Platz vor. In einem Testspiel unterlag der ProB-Zweitligist den UBC Tigers Hannover mit 77:97 (19:21, 14:23, 23:28, 21:27).
An viele neue Gesichter mussten sich die Zuschauer beim Vorbereitungsspiel gegen den ProA-Zweitligisten gewöhnen. Mit Dennis Nawrocki, Benedict Seebode, Clemens Beier und Marvin Ahrens standen nur noch vier Spieler vom Rückrunden-Kader der vergangenen Saison im Aufgebot des neuen Herzöge-Trainers Alexander Biller.
Gegen die recht klein besetzten, aber dafür äußerst athletischen Hannoveraner hielten die Wolfenbütteler zu Beginn gut mit. Justin Sexton setzte im Angriff ebenso Akzente wie Dennis Nawrocki, der in Abwesenheit von Henje Knopke und Martin Kemp überwiegend den Spielaufbau übernahm, und einen mutigen Auftritt ablieferte.
Dass Biller bis zum Saisonstart noch einiges an Arbeit leisten muss, wurde ab dem zweiten Viertel deutlich. Sobald Sexton und der erst kürzlich verpflichtete Kareem Grant nicht auf dem Feld waren, fehlten die Optionen im Abschluss. Grant präsentierte sich als Shooter, der nicht lange fackelt, Sexton als beweglicher Mann, der aus allen Distanzen für Gefahr sorgen kann.
Doch den beiden fehlte die Entlastung. Beispiel: Tony Granz. Der Center war stets bemüht, wirkte aber besonders im Angriff noch verunsichert und nahm lediglich zwei Würfe in 20 Minuten.
Vor der Pause erhöhte der UBC den Druck, sorgte immer wieder für Ballverluste im Spielaufbau der Herzöge und setzte sich erstmals ab. Mängel bot auch das Reboundverhalten der Lessingstädter, die trotz Größenvorteilen insgesamt 20 Offensiv-Rebounds des UBC zuließen.
Als Sexton nur 50 Sekunden nach der Halbzeitpause durch zwei umstrittene Pfiffe die Fouls vier und fünf kassierte, gab Biller endgültig der Jugend die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Auch Grant, auf den sich die Mannschaft von Ex-Herzöge-Trainer Mahmut Ataman Mitte des dritten Viertels besser einstellte, kam nicht mehr zum Einsatz.
Zu deutlich war der Rückstand inzwischen. Also nutzte Biller die Chance zum Experimentieren. Für Lichtblicke sorgten anschließend Clemens Beier (14 Punkte) und die NBBL-Neuzugänge Nico Redlich und Ole Korfhage. Auch Benedict Seebode schien im Laufe des Spiels an Selbstvertrauen zu gewinnen und traute sich gegen Ende des Spiels mehr zu. Eine echte Chance, das ohnehin nur zweitrangige Ergebnis noch einmal umzubiegen, hatten die Heröge jedoch nicht mehr.
Herzöge: Grant 17 Punkte/1 Dreier, Ahrens 2, Nawrocki 3, Czepczinsky, Korfhage 5, Redlich 8/2, Granz 2, Seebode 7, Sexton 12, Schubert 5/1, Beier 14, Schwarz 2.













