Weltmeisterin kommt aus Halchter
Leichtathletik: Ingrid Stölting siegt bei den Senioren-Titelkämpfen in Frankreich im Fünfkampf
Als im französischen Clermont-Ferrand die deutsche Nationalhymne erklang, war das für Ingrid Stölting vom MTV Wolfenbüttel ein bewegender Moment.
Sie war soeben als Seniorenweltmeisterin mit der Goldmedaille geehrt worden. Später gewann die Halchteranerin bei den Hallenweltmeisterschaften der Senioren noch herausragende zwei Bronzemedaillen und sammelte fünf Urkunden.
Udo Lippoldes vom TSV Winnigstedt durfte sich am letzten Tag der Titelkämpfe über die Vizeweltmeisterschaft mit der deutschen Staffel über 4x200 Meter freuen.
Stölting feierte mit dem Titelgewinn im Fünfkampf der Klasse W75 ihren allergrößten Erfolg. Sie erreichte 2741 Punkte und erzielte folgende Einzelergebnisse: 60 Meter-Hürdenlauf: 27,68sek, Hochsprung: 1,00m, Kugelstoßen: 5,52m, Weitsprung: 2,61m, 800 Meter-Lauf: 5:17,62min.
"Der Fünfkampf fand bereits am ersten Tag statt, was sich für mich kräftemäßig ausgezahlt hat" berichtet die 76-Jährige. Die Bronzemedaille sicherte sie sich mit 48,13sek beim 200 Meter-Lauf und mit 0,97m beim Hochsprung. Ein vierter Platz über 60 Meter (13,10sek) und ein fünfter Rang beim Weitsprung (2,53m) rundeten die Bilanz ab.
"Dafür habe ich im Winter dreimal wöchentlich trainiert und täglich ausgiebig Gymnastik gemacht", erzählt die pensionierte Studiendirektorin, die im vorigen Jahr zum 45. Mal die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllte. "Ohne meine turnerische Grundausbildung in früheren Jahren wäre das nicht möglich", sagt Stölting.
"Wenn man mit Edelmetall von einer Weltmeisterschaft zurückkehrt, ist man natürlich zufrieden", erzählt Udo Lippoldes, "auch wenn es kein Gold geworden ist.". Er lief an der zweiten Position des deutschen Staffel-Quartetts in der Altersklasse M60 und gewann mit seinen Teamkameraden nach 1:49,09min die Silbermedaille.
Im Einzelwettbewerb erreichte der Winnigstedter als schnellster Deutscher mit dem Einzug ins Halbfinale über 200Meter sein persönliches Ziel. Dort verfehlte er nach 27,69sek (Vorlauf 27,54sek) als Fünfter den Finaleinzug knapp und belegte insgesamt Rang neun. Über 60 Meter schied Lippoldes mit 8,37sek als Vierter seines Vorlaufs aus. "Die langen Wartezeiten durch die großen Verschiebungen bei den Startzeiten haben mir Probleme bereitet", sagt der 61-Jährige. Für Lippoldes sind große Meisterschaften mit einem großen Wiedersehen verbunden. Dort trifft er deutsche und ausländische Freunde.













