Strehmel hat genug vom Winter
Fußball-Regionalliga: Spiel der U23 des VfL gegen St. Pauli II steht auf der Kippe, die Entscheidung fällt heute
WOLFSBURG. Alexander Strehmel, der Trainer von Fußball-Regionalligist VfL Wolfsburg II, hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Partie gegen den FC St. Pauli II am Samstag (14 Uhr, VfL-Stadion am Elsterweg) doch stattfinden kann.
Dabei sieht es in der Spielstätte wegen der Schneemassen nicht so aus, als würde am Wochenende dort der Ball rollen können. Heute um 11 Uhr entscheidet die Platzkommission, ob gespielt werden kann. Doch Strehmel sieht noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. "Es besteht vielleicht die Möglichkeit, dass wir in der VW-Arena spielen können", sagt er.
Der U23-Trainer ist wegen der ständigen Spielabsagen in diesem Jahr gefrustet. "Die ganze Situation ist einfach nur noch nervig. So einen Winter habe ich in meiner langen Profikarriere noch nicht erlebt", sagt Strehmel und bringt Verständnis für die Nervosität seiner Spieler auf. "Klar kann ich mich in meine Jungs hineinversetzen. Vor allem junge Spieler werden bei den ständigen Ausfällen schnell ungeduldig und machen dann Fehler, die schnell zu Verletzungen führen können."
Deshalb versucht Strehmel, die Woche über die Spannung hoch zu halten und die Mannschaft auf den Gegner vorzubereiten. "Es wäre fatal, wenn wir jetzt schon abschalten würden, nur weil die Partie ausfallen könnte. Erst wenn die Absage klar ist, kann man das Spiel vorerst abhaken."
Sollte doch gespielt werden können, hat der VfL noch eine Rechnung zu begleichen. Im Hinspiel setzte es bei den Hamburgern die erste Saisonniederlage. "Das war bitter. Wir hatten viele Chancen, waren aber in den letzten Minuten unkonzentriert und haben das 0:1 kassiert", erinnert sich Strehmel.
Seine Mannschaft dürfte vor den Hamburgern also gewarnt sein. "Wir wollen gewinnen. Egal, wie. Aber wir müssen Geduld haben und dürfen nicht die Defensive preisgeben." Denn die Hamburger stünden kompakt in der Abwehr und seien über Konter immer gefährlich.
Verzichten muss Strehmel auf Julian Klamt, der seine Rot-Sperre aus dem Hannover-Spiel absitzen muss. Ob Daniel Reiche im Profikader gegen Borussia Mönchengladbach steht, entscheidet sich erst heute. Aus der U19 des VfL rückt dafür auf jeden Fall Akaki Gogia in den Kader. "Ansonsten sind alle Mann an Bord", erklärt Strehmel.
Dass Tabellenführer Babelsberg am Dienstag bei Tennis Borussia Berlin nur 1:1 spielte, interessiert Strehmel, der die Partie beobachtete, nicht. "Wir sollten nicht auf die Tabelle schauen. Mannschaften wie Babelsberg, die schon Spiele absolviert haben, sind klar im Vorteil, weil sie schon ihren Rhythmus gefunden haben", erklärt der Trainer.













