Vetterleins Fehler leitet VfL-Niederlage ein
Frauenfußball-Bundesliga: Wolfsburg verliert überraschend bei Bayer Leverkusen 2:3 Nur Moser und Müller nutzen ihre Chancen
WOLFSBURG. Einen dicken Dämpfer im schönsten Höhenflug haben gestern die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg einstecken müssen. Bei der bisher sieg- und torlosen Mannschaft von Bayer Leverkusen verloren die Wolfsburgerinnen mit 2:3 (0:0).
Das Ziel, am nächsten Wochenende mit weißer Weste in das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Turbine Potsdam zu gehen, hat der VfL verpasst. Torfrau Alisa Vetterlein leitete mit einem schweren Patzer die Niederlage in Leverkusen ein.
Beim Stand von 1:0 für die Gäste (Martina Moser hatte den VfL in der 50. Minute in Führung gebracht) ließ Vetterlein eine eher harmlose Kopfballverlängerung von Bayer-Spielerin Johanna Elsig passieren (67.). "Das war eigentlich gar keine richtige Chance. Leverkusen hat einen Freistoß von der Mittellinie einfach nur hoch in unseren Strafraum geschlagen", ärgerte sich Kellermann.
Er kritisierte aber nicht seine Torfrau, sondern auch deren Vorderleute. Der VfL hätte zu diesem Zeitpunkt bereits viel höher führen müssen. "Wir waren in der ersten Hälfte klar überlegen. Das Eckenverhältnis war 10:1 für uns", beschrieb Kellermann die Kräfteverhältnisse in Leverkusen. Sein Team ließ aber gleich eine Reihe von erstklassigen Tormöglichkeiten ungenutzt. "Wir wurden für unsere Nachlässigkeiten bestraft", sagte Kellermann.
Nach dem Ausgleich der Gastgeberinnen blieb der VfL nämlich vom Pech verfolgt. Elsig markierte ihren zweiten Treffer für Leverskusen, erlaubte sich dabei allerdings ein klares Foul gegen Wolfsburgs Linksverteidigerin Stephanie Bunte (71.). "Das war eine krasse Fehlentscheidung", meinte Kellermann.
Weil Vetterlein auch beim dritten Treffer der Bayer-Elf durch Carolin Dej nicht gut aussah (85.), schien die Wolfsburger Niederlage besiegelt. Martina Müllers Tor eine Minute später gab zwar nochmal Hoffnung, doch die war vergebens.
Ex-VfL-Spielerin Shelley Thompson kam auf Leverkusener Seite übrigens nicht zum Einsatz.
Nächstes Spiel: VfL Wolfsburg Turbine Potsdam (11. September, 14 Uhr, VfL-Stadion am Elsterweg).













