Wolfsburger Findel wird Deutscher Meister im 505er
Segeln: Der 26-Jährige gewinnt packenden Zweikampf mit Stengel/Feller
WOLFSBURG. Toller Erfolg für Jens Findel! Der Wolfsburger Segler wurde jüngst Deutscher Meister im 505er. In einem packenden Rennen setzte er sich mit seinem Teamkameraden Andreas Achterberg durch.
An vier Tagen fanden auf dem Schweriner See bei schwierigen Bedingungen (bis zu Windstärke 6) zwölf Rennen statt. Doch Findel, der für den Kieler Yachtclub startet, und sein Kamerad Achterberg trotzten den Bedingungen.
Am letzten Tag hätte sich das Duo den Titel fast noch nehmen lassen. Nach elf Wettfahrten lagen Findel/Achterberg knapp vor dem favorisierten Duo Lutz Stengel/Frank Feller. Von Beginn an schenkten sich die Kontrahenten im zwölften Rennen nichts. Durch einen Fehler fiel Findel auf Rang 17 zurück und fuhr ein Streichergebnis ein. Der Titel schien futsch, denn Stengel/Feller kämpften sich unermüdlich nach vorne. Am Ende hatten beide Teams 38 Punkte. Für die Entscheidung wurde die Zahl der Tagessiege herangezogen. Findel/Achterberg hatten drei Rennen gewonnen, die Rostocker Stengel/Feller nur zwei. Der Titel ging an den Wolfsburger.
Obwohl Findel für den Kieler Yachtclub startet, ist er doch im Herzen Wolfsburger. Der 27-Jährige wohnte in seiner gesamten Jugend in Fallersleben. "Ich habe schon mit fünf Jahren mit dem Segeln angefangen. Das habe ich von meinen Eltern und von meinem Opa gelernt", sagt er.
Einige Erfolge hat der Student auch schon vorzuweisen. 2006 wurde er bei der WM in England Dritter. Im gleichen Jahr kam er auf Rang 2 bei den Deutschen Meisterschaft auf Norderney. Zusätzlich wurde er Erster der Deutschen Jahresrangliste. Es folgten weitere gute Platzierungen bei Weltmeisterschaften und Europacups.
Deutscher Meister wurde der 27-Jährige jedoch in diesem Jahr zum ersten Mal. "Wir sind super glücklich", betont Findel. Dabei ist Achterberg gar nicht sein sonstiger Teamkamerad. "Ich bin das erste Mal mit Andreas gesegelt. Die Abstimmung an Bord, vor allem bei den schwierigen Bedingungen bei nordöstlichen Winden, war super. Alle Rennen waren spannend bis zum Ziel", sagte er glücklich. r.













