Mitarbeiter von Siemens fürchten Ausgliederung
Konzernbereich SIS wird eigenständige Einheit
BRAUNSCHWEIG. Rund 70 Siemens-Mitarbeiter in Braunschweig fürchten, dass sie in Zukunft nicht mehr zum Münchner Konzern gehören werden und dass aus diesem Grunde die Vorbereitungen für die Ausgliederung ihres Konzernbereichs Siemens IT Solutions and Services (SIS) bereits im Gange sind.
"Wir wollen bei Siemens bleiben und keinen Eigentümerwechsel", sagt Betriebsrätin Monika Engelhardt unserer Zeitung. Das Beispiel BenQ sei allen Betroffenen Mahnung genug. Deshalb protestiere man offen.
So hätten am Standort Braunschweig SIS-Mitarbeiter an der Ackerstraße mit einem sogenannten Montagsspaziergang auf ihre Lage aufmerksam gemacht, bundesweit seien 11 856 Protestunterschriften gesammelt und dem Siemens-Vorstand übergeben worden. Protestmärsche gab es an mehreren anderen Siemens-Standorten. Die Sparte SIS zählt nach Auskunft von Siemens in Deutschland rund 9500 Mitarbeiter, weltweit etwa 35 000.
Eine Unternehmenssprecherin bestätigte gestern, dass der Bereich SIS in eine rechtlich eigenständige Einheit überführt werden soll. Zieldatum: 1. Juli. Zur Begründung hieß es, der Bereich solle noch besser auf die besonderen Anforderungen in der IT-Branche ausgerichtet werden und mehr Flexibilität erhalten.
Der Prozess zur rechtlichen Verselbständigung werde vorangetrieben. Ziel sei es, die Siemens IT Solution and Services stärker nach bestimmten Branchen und Regionen auszurichten und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.













