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01. August 2010
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"Klare Rechtslage schafft Vertrauen"

Deutsch-chinesische Tagung bei Siemens – Über 30 Firmen der Region haben Geschäftsbeziehungen zu China

Von Rosemarie Garbe

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BRAUNSCHWEIG. Der chinesische Botschafter Ma Canrong hat deutsche Investoren zu einem stärkeren Engagement in seiner Heimat aufgefordert.

"Ich hoffe, dass deutsche Unternehmer ihre Geschäftschancen wahrnehmen", sagte Ma Canrong gestern bei der Eröffnung eines zweitägigen Symposiums zum Thema Recht und Hochtechnologie in den Räumen der Siemens-Akademie für Bahnautomatisierung in Braunschweig. Die Wirtschaft beider Länder, von China, dem größten Entwicklungsland mit vielen Arbeitskräften und einem großen Markt, und Deutschland als entwickeltes Industrieland, ergänzten sich in hohem Maße.

Botschafter Ma Canrong würdigte die vielfältigen Verbindungen, die die Initiatoren der Veranstaltung, die Siemens AG und die Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel, zu China unterhalten. Viele renommierte deutsche Unternehmen hätten bereits Niederlassungen in China. Es gebe andererseits zurzeit rund 600 kleinere chinesische Unternehmer, die in Deutschland investierten. Ma Canrong hofft, dass sich das bilaterale Handelsvolumen bis zum Jahr 2010 verdoppelt.

Nach Angaben von Dr. Hans-Christian Reichel vom Bundeswirtschaftsministerium ist China der größte deutsche Wirtschaftspartner im asiatischen Raum. "China ist dabei, sich an die Spitze der deutschen Investitionsstandorte in Asien zu setzen", sagte Reichel. Das Symposium in Braunschweig sei ein Ausdruck der engen Wirtschaftsbeziehungen, in denen seit geraumer Zeit auch Rechtsfragen eine Rolle spielten. Reichel: "Eine klare Rechtslage schafft Vertrauen und Vertrauen ist Grundlage für Zusammenarbeit." Das gelte auch für geistiges Eigentum.

Wie stark die Beziehungen zwischen Braunschweig und China sind, verdeutlichte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann. Er erwähnte die langjährigen Wirtschaftskontakte von Siemens, Financial Services und VW. Darüber hinaus unterhielten 30 Unternehmen der Region Geschäftsbeziehungen in das asiatische Land. Mehr als 400 junge Chinesen studierten an der Technischen Universität, der FH Braunschweig/ Wolfenbüttel und an der Hochschule für Bildende Künste.

Siemens liefert aus Braunschweig zusammen mit chinesischen Partnern Sicherungs-, Leit- und Bahnkommunikationstechnik für Nahverkehrssysteme in chinesischen Metropolen. Die FH Braunschweig-Wolfenbüttel unterhält enge Beziehungen zum Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg in Shanghai.

Bei dem Wirtschaftsrechts-Symposium, das bereits zum dritten Mal stattfindet, werden verschiedene Aspekte zum Thema Schutz des geistigen Eigentums behandelt, juristische, technische und kulturelle Gesichtspunkte. "Es geht um die Frage, was kann das Recht leisten, um Wachstum und Hochtechnologie zu fördern", sagte FH-Professor Winfried Huck, einer der Initiatoren des Symposiums, an dem rund 100 Zuhörer teilnehmen.

Gleichzeitig dient die Veranstaltung als Weiterführung des Deutsch-Chinesischen Hochtechnologie-Dialogforums, das im Mai unter Vorsitz von Bundeskanzler Gerhard Schröder und des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao stattgefunden hatte.

Freitag, 05.11.2004
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/3422894/menuid/2182

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