Alter Name neu: Franke & Heidecke
Rollei will teilweise nach Berlin umziehen – In Braunschweig werden weiter Profikameras gebaut und verkauft
BRAUNSCHWEIG. Rollei will teilweise nach Berlin umziehen. Zugleich soll in Braunschweig ein Traditionsname wiederbelebt werden: Franke & Heidecke.
Rollei-Geschäftsführer Oliver Fix bestätigte gestern entsprechende Pläne. So sollen Vertrieb und Marketing für den Bereich der preisgünstigen Consumer-Kameras, die Rollei in Japan produzieren lässt, mit rund 25 Mitarbeitern nach Berlin gehen. Ob der Firmensitz in Braunschweig bleibt, so Fix, sei noch nicht entschieden. Rollei gehört seit drei Jahren der dänischen Investmentgesellschaft Capitellum.
Fertigung und weltweiter Vertrieb der klassischen Rollei-Profikameras bleiben in Braunschweig. Bereits im Vorjahr waren die beiden Bereiche rechtlich getrennt worden. Für diesen Traditionsbereich von Rollei soll nun der alte Firmenname Franke & Heidecke wiederbelebt werden, mit dem das Unternehmen vor 85 Jahren gestartet war. Die Kameras werden auch künftig unter dem Namen Rollei verkauft. Gesellschafter der neuen Firma sind die vier Rollei-Manager Hans Hartje, Rolf Sabban, Karl-Heinz Krings und Reiner Schönrock sowie die beiden Enkel der einstigen Firmengründer, Kai Franke und Rainer Heidecke.
Die neue Firma wird derzeit gegründet und soll in den nächsten Wochen starten, kündigte Hartje gestern an. Derzeit werden 62 Mitarbeiter beschäftigt, einige sollen noch von Rollei übernommen werden. Man wolle zusätzlich für andere Unternehmen nicht nur aus der Region sowohl feinmechanische Teile als auch optische Komponenten fertigen, sagte Hartje.
Die alte Firma Franke & Heidecke war 1920 gestartet und gründete ihren Ruf mit der Marke Rollei 1928 mit der ersten zweiäugigen Spiegereflexkamera der Welt. 1962 wurde das Unternehmen in Rollei-Werke umbenannt.











