VW und Shell: Neue Biokraftstoffe
Zwei Projekte laufen derzeit Vereinbarung in Detroit unterschrieben
WOLFSBURG. Zwei neue Biokraftstoffe entwickelt VW derzeit mit Partnern. Beim ersten Projekt soll gemeinsam mit dem Ölkonzern Shell und dem kanadischen Biotechnologie-Unternehmen Iogen geprüft werden, ob der von Iogen entwickelte Kraftstoff aus Zellulose-Äthanol wirtschaftlich in Deutschland hergestellt werden kann. Dafür soll 2007 eine Versuchsanlage in Deutschland gebaut werden.
Nach VW-Angaben wird Zellulose-Äthanol aus Getreide oder Maisstroh hergestellt. Er könne bereits in heutigen Autos eingesetzt werden und die Kohlendioxid-Emissionen um 90 Prozent gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen reduzieren. Äthanol soll zu 5 oder 10 Prozent herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt werden. In der EU ist vorgeschrieben, dass bis zum Jahr 2010 dem Benzin 5,75 Prozent Biokraftstoff beigemischt werden muss.
Qualitativ hochwertiger ist der Biokraftstoff "Sun Fuel", den VW gemeinsam mit Daimler-Chrysler, Shell und der Entwicklungsfirma Choren entwickelt. Deshalb kann er auch voll als eigener Kraftstoff genutzt werden. Er kann aus den verschiedensten landwirtschaftlichen Stoffen (von Raps bis Holz) gewonnen werden. Im nächsten Jahr soll eine große Versuchsanlage im sächsischen Freiberg errichtet werden. Es gibt Pläne für den Bau weiterer Anlagen, unter anderem auch im niedersächsischen Uelzen.













