Forschungsflughafen wird für 23 Millionen ausgebaut
Neues Zentrum für Luft- und Raumfahrt-Forscher der TU-Braunschweig
BRAUNSCHWEIG. In Braunschweig soll die Technik für das Flugzeug der Zukunft entwickelt werden. Deshalb wird für die Institute für Luft- und Raumfahrtforschung der TU Braunschweig direkt am Flughafen ein neues Forschungszentrum gebaut.
Das berichtete gestern Professor Rolf Radespiel, Chef des Instituts für Strömungsmechanik an der TU Braunschweig. Die endgültige Entscheidung soll im Oktober fallen.
"Unsere Vision sind stadtnahe Flughäfen, die nicht mehr Platz benötigen und nicht mehr Lärm produzieren als ein Bahnhof", sagte Radespiel unserer Zeitung. Dadurch könnten die bislang üblichen zeitraubenden An- und Abfahrten zu Flughäfen vermieden werden.
Diese Vision wird jedoch nur Wirklichkeit, wenn es entsprechende Flugzeuge gibt. Die müssen unter anderem leiser sein als die herkömmlichen und auch mit kürzeren Start- und Landebahnen auskommen. "Wir werden in Braunschweig zwar keins dieser Flugzeuge bauen, aber die Technik dafür entwickeln", sagte Radespiel.
Was das sein könnte? "Zum Beispiel Materialien, die Lärm dämmen, oder Auftriebssysteme, die kürzere Startbahnen ermöglichen", sagte Radespiel. Bis 2011 wollen Bund und Land 23 Millionen Euro in den so genannten "Campus Forschungsflughafen" investieren.
Dort sollen unter anderem eine Versuchshalle sowie ein Triebwerkprüfstand errichtet werden. Der Campus soll dann Heimat sein für die sechs TU-Institute der Luft- und Raumfahrttechnik sowie für vier luftfahrttechnische Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Insgesamt sollen auf dem Campus nach Angaben Radespiels 1000 Menschen arbeiten.
Der Wissenschaftsrat hat den geplanten Bau des Forschungszentrums auf Platz zwei seiner Prioritätenliste gesetzt. Der Rat setzt sich aus Vertretern des Bundes und des Landes zusammen und unterstützt die Bundesregierung bei forschungspolitischen Entscheidungen.













