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18. März 2010
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Google greift Microsoft an

Suchmaschinen-Spezialist bietet eigenen Browser an, der viele Werbe-Millionen einspielen soll

Von Andreas Schweiger

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BRAUNSCHWEIG. Der Softwarekonzern Microsoft gerät unter Druck. Konkurrent Google, bekannt für seine Internet-Suchmaschine, bringt den eigenen Browser Chrome auf den Markt. Dabei geht es um viele Werbe-Millionen. Wir erklären, warum.

Was ist ein Browser? 

Das Wort browse stammt aus dem Englischen und heißt eigentlich stöbern oder schmökern. Browser sind spezielle Computer-Programme, mit denen sich im Internet Texte und Bilder betrachten und lesen lassen, mit denen Musik gehört oder andere Programme aus dem Internet heruntergeladen werden können. Außer Microsoft und Google bieten noch Apple, Mozilla und Opera Browser an.

Warum sind Browser wichtig? 

Weil sie bei der Nutzung des Internets eines der wichtigsten Werkzeuge sind. Entsprechend lässt sich Werbung platzieren und damit Geld verdienen. Dabei hat Google nach Angaben von Professor Ulrich Klages von der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel die Nase vorn.

Der Wissensvorsprung von Google 

Grund: Google analysiert das Verhalten der Internetnutzer gründlich und hat damit gute Kenntnisse über deren Vorlieben. "Dabei geht Google auf höchstem wissenschaftlichen Niveau vor", sagt Klages und fügt an: "Microsoft verdient sein Geld mit Nutzerkäufen, Google mit dem Nutzerverhalten."

Ein Beispiel für das Google-Prinzip: Wer heute in der Suchmaschine einen Begriff eingibt, erhält links die Internetadressen zum Begriff. Im oberen Feld der Googleseite und auf der rechten Hälfte ist Werbung platziert, die zum gesuchten Begriff passt.

Die Zukunft 

Dieses Prinzip wird nach Einschätzung Klages’ künftig noch ausgefeilter werden – dank des neuen Browsers von Google. So soll den Internetnutzer noch mehr Werbung erreichen, die auf ihn zugeschnitten ist. Für die Werbung muss das inserierende Unternehmen selbstredend zahlen.

"Der Browser wird zum vollwertigen Assistenten des Internetnutzers. Dabei wird er den Nutzer umschmeicheln und ihm helfen, richtig Geld auszugeben", sagt Klages.

Echte Konkurrenz für Microsoft? 

Davon muss ausgegangen werden, obwohl Internetnutzer ihre Bequemlichkeit überwinden und den neuen Browser erst herunterladen müssen. "Der Google-Browser wird über Zusatzfunktionen verfügen, die kostenlos sind und den Nutzer einlullen", sagt Klages.

So soll Chrome sicherer sein und schneller. Sind verschiedene Programme geöffnet, und eines davon stürzt ab, läuft der Browser trotzdem weiter. "Das ist neu", sagt Klages.

Außerdem sollen kostenlose Zusatzprogramme wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation angeboten werden, um Nutzer zu ködern. "Das ist eine freundliche Invasion", sagt Klages.

Mittwoch, 03.09.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/9060852/menuid/2182

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