"Eine Me 109 flog niemals allein"
Braunschweiger Experte zweifelt an Horst Rippert
Der Braunschweiger Luftfahrt-Historiker und einstige Chef des Luftfahrtbundesamts, Karl Kössler, zweifelt an der Aussage des Ex-Jagdfliegers Horst Rippert, er habe Antoine de Saint-Exupéry abgeschossen. "Man muss sich fragen, warum er erst jetzt damit herauskommt. Seit Jahren laufen Ermittlungen über den Fall. Es hat sich schon mal ein Deutscher gemeldet, der ihn abgeschossen haben wollte. Ich glaube, da spielt Wichtigtuerei eine Rolle."
Außerdem hält Kössler die Aussagen Ripperts für zu vage. Man müsse genau überprüfen, welchen Auftrag er hatte. Merkwürdig findet er auch, dass es keinerlei Bestätigung des Abschusses von einem anderen Piloten gibt. "Die Me 109 flogen grundsätzlich nie allein. Sondern immer in einer Rotte, mindestens zu zweit. Der erste Pilot war der Rottenführer, der zweite flog rechts dahinter."
Kössler schließt andere Gründe für das Verschwinden Saint-Exupérys nicht aus. Etwa ein Maschinenschaden. Oder: "Wir wissen nicht, in welcher Verfassung er damals war. Vielleicht wollte er auch gar nicht zurückkehren "













