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09. September 2010
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"Meine Mutter hasste die Stones"

Sänger von Sunrise Avenue über finnische Erfolgsbands und den Wolfsburg-Auftritt


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Harte Gitarren, hymnische Melodien: Rockexporte aus Skandinavien schwimmen auf einer Erfolgswelle. Nach Him und Nightwish erobern Sunrise Avenue mit ihrem Debutalbum "On The Way To Wonderland" Europa. Am Sonntag, 4. Mai, 20 Uhr, stellt sich das finnische Quartett bei Movimentos in Wolfsburg vor. Florian Arnold sprach vorab mit Sänger Samu Haber.

Der Erfolg skandinavischer Bands in Deutschland hat auch mit der Faszination des dunklen, kühlen Nordens zu tun. Finnen gelten als melancholisch, tiefsinnig, manchmal ein bisschen verrückt. Alles nur Klischees?

Ich glaube, Finnland ist ein guter, sicherer Platz zum Leben. Klar ist der Winter dunkel, aber der Sommer ist lichter als irgendwo sonst auf der Welt. Vielleicht spielen die Leute deshalb manchmal verrückt.

Der Erfolg finnischer Bands und Künstler hängt auch damit zusammen, dass die Regierung sie bei der Vermarktung nach Europa hinein unterstützt und beispielsweise Reisekosten für Verhandlungen mit Plattenfirmen mitträgt. Wir haben davon aber nicht profitiert: Unsere Aufnahmen hätten zu wenig kommerzielles Potenzial, hieß es.

Wann haben sich Sunrise Avenue gegründet und wer schreibt die Songs?

Es hat vor 16 Jahren begonnen. Damals habe ich eine Band namens Sunrise gegründet. Allerdings haben die Mitglieder oft gewechselt, insgesamt waren es 17. Zwischendurch habe ich auch mal vier Jahre in Spanien gelebt und eine Disko in Malaga betrieben.

Aber ich wollte eigentlich immer Profimusiker werden und Poprock spielen, wie Bon Jovi und Brian Adams. Mein größter Einfluss aber waren die Beatles, die Lieblingsband meiner Mutter – folglich hasste sie die Stones. Songs schreibe ich daheim, mit Akustikgitarre. Daher die fast schlagertauglichen Melodien – sonst klingt das ja nach nichts.

Ihr Song "Choose to be me" wurde Titelmelodie der RTL-Realitätsserie "Big Brother". Was halten Sie von der Sendung?

Ich war vor einigen Wochen persönlich da. Es ist wie im Zoo, eine merkwürdige Plastikwelt, überall Kameras. Für mich wäre das nichts. Aber so wird heute eben Unterhaltung gemacht. Sie bietet den Leuten die Chance, aus dem Nichts ein Star zu werden. Es ist ihre freie Wahl mitzumachen, und es ist die freie Wahl des Zuschauers einzuschalten. Keiner wird dazu gezwungen.

Wann gibt es das nächste Album und werden Sie in Wolfsburg schon neue Songs vorstellen?

Das Album kommt gegen Ende des Jahres, aber es steht noch nicht fest, welche Songs genau wir aufnehmen und wie sie klingen werden. Vielleicht spielen wir in Wolfsburg ein paar neue an – Überraschung.

Mittwoch, 30.04.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8373264/menuid/2184

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