Der Geiger mit dem Rockstar-Image
David Garrett und Martha Argerich sind Stars des Classix-Festival 2009 Morgen beginnt der Vorverkauf
Er trägt gern T-Shirts mit Totenkopf, Dreitagebart und das lange Blondhaar zum Pferdeschwanz gebunden. Der junge, gutaussehende Mann, der daherkommt wie ein angesagter Rock-Trommler oder Rapper, ist in Wirklichkeit eine der Mega-Hoffnungen des Klassik-Betriebes in Sachen Jugendlichkeit und Coolness.
Das funktioniert natürlich nur, weil David Garrett auch ein exzellenter Geiger ist. Und bei seinem Programm macht er keine Kompromisse in Richtung Populärmusik.
Allerdings: Wenn der 27-jährige Garett als einer der Stars des Braunschweiger Classix-Festivals 2009 am 3. Mai in der Stadthalle gastiert, hat er schon einen Ohrwurm im Gepäck: Max Bruchs Violinkonzert g-Moll. Außerdem spielt der Deutsch-Amerikaner mit dem Prager Kammerorchester Werke von Dvorak, Haydn und Saint-Saëns.
Er ist schon mal bei uns aufgetreten, erinnert sich Classix-Intendant Hans-Christian Wille. "Anfang der 90er Jahre in der Kirche in Brome. Er war damals 7 oder 8 Jahe alt und spielte eine geliehene Stradivari."
Drei weitere Programm-Höhepunkte verriet Hans-Christian Wille unserer Zeitung gestern exklusiv. Der hochsensible, selten zu hörende 62-jährige rumänische Pianist Radu Lupu gastiert erstmals in Braunschweig am 28. Mai um 20 Uhr in der Stadthalle mit Sonaten von Beethoven und Schubert. "Seine große Stärke ist die gesangliche Phrasierung", erklärt Wille, der selbst Pianist ist.
Ein Wiedersehen mit der italienischen Sopranistin Cecilia Bartoli gibt es am 20. Oktober. Erstmals tritt sie in Braunschweig mit Orchester auf. Es ist das auf historische Aufführungspraxis spezialisierte Frauen-Orchester "La Scintilla". Das Programm steht noch nicht fest.
Mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Leitung von Charles Dutoit kommt die große argentinische Pianistin Martha Argerich am 23. Oktober in die Stadthalle. Auf dem Programm der 67-Jährigen stehen die Sinfonische Tondichtung "Finlandia" von Sibelius, das C-Dur-Konzert von Prokofjew sowie die Sinfonie "Aus der neuen Welt" von Dvorak.
Auch die Argentinierin hat bereits in Braunschweig gespielt, erzählt Wille. Sie war damals 16 und trat in der Neuen Oberschule auf." Der Vorverkauf beginnt morgen an den Service-Centern unserer Zeitung.













