Curl tritt als HTML-Ersatz an
Bahrdorfer schrieb Buch zur Programmiersprache
Über die Probleme, die Webdesigner mit HTML, DHTML und Javascript haben, kann Manfred Arens aus Bahrdorf (Kreis Helmstedt) nur lachen. Er hat die neue Programmiersprache Curl für sich entdeckt und gleich eins der ersten deutschen Bücher dazu geschrieben.
Mit herkömmlichen Mitteln sehen Internetseiten in verschiedenen Browsern unterschiedlich aus, erzwingen programmtechnische Verrenkungen, und viele interaktive Elemente sind nicht möglich. Diese Erfahrung hat Arens auch gemacht.
Er ist nicht nur Lehrer an der Eichendorffschule in Wolfsburg, sondern auch gelernter Programmierer. In seiner Freizeit füllt er seine Homepage www.untexte.de mit allerlei grafischen und technischen Rafinessen gelangte aber an die Grenzen des Machbaren.
Auf der Suche nach Lösungen stieß Arens auf Curl, eine neue Programierspache, die Konzepte von HTML und von vielen anderen Sprachen in sich vereint. Curl liegt zum kostenlosen Download unter www.curl.com vor. Betrachter der Curl-Seiten müssen allerdings auch ein Plugin herunterladen.
"Man kann komplette Webseiten mit Curl erstellen", sagt Arens. Darüber hinaus lassen sich Elemente flexibel auf einer Seite platzieren, die sich beim Verändern des Browserfensters verhalten wie auf einem Gummiband. Curl kann Bilder komplett neu berechnen, es kann mehrere Textebenen übereinanderlegen und Musik abspielen. Es gibt frei definierbare Menüs, Registerkarten, Schieberegler und bewegte 3-D-Welten. "Alles ist veränderbar."
Etwa ein Jahr lang ergründete er die Tiefen von Curl, schrieb Kapitel für Kapitel und programmierte die Beispielskripte für die beiliegende CD-Rom. "Die kompletten Oster- und Sommerferien gingen dabei drauf bis auf den letzten Tag. Aber dafür hat es auch sehr viel Spaß gemacht." Einziges Problem: Für manche Begriffe gab es noch keine deutsche Übersetzung. Und heißt es jetzt die, der oder das Curl?
Manfred Arens: Jetzt lerne ich Curl, München 2003, 404 Seiten, CD-Rom, 24,95 Euro, ISBN: 3-8272-6407-3











