Misshandlung kann zu messbaren Hirnschäden führen
Belmont/Washington (dpa) - Misshandlungen während der Kindheit können die Hirnentwicklung stören. Das haben US-Forscher in einer Studie mit 193 Erwachsenen nachgewiesen. Teilnehmer, die über Misshandlungen in der Kindheit berichteten, hatten im Vergleich zu anderen Probanden einen verkleinerten Hippocampus. Diese evolutionär gesehen sehr alte Hirnregion wird unter anderem mit Gefühlen und Gedächtnis in Verbindung gebracht. Die Wissenschaftler um Martin Teicher von der Harvard Medical School (Belmont, Massachusetts) berichten in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) über ... [ zum Artikel ]
Forscher: Leben entstand durch Dämpfe aus der Erde
Osnabrück (dpa) - Das Leben auf der Erde ist einer Studie zufolge durch Dämpfe entstanden, die aus den Tiefen der Erde aufgestiegen sind. Das Wasser habe sich in kleinen Becken gesammelt und so ideale Bedingungen für das erste Leben geschaffen, schreiben der Biophysiker Armen Mulkidjanian von der Universität Osnabrück und seine Kollegen in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS). Bislang hatten viele Forscher angenommen, das Leben sei im Meerwasser entstanden. Mulkidjanian analysierte zusammen mit Forschern aus den USA und Russland den möglichen Stoffwechsel und insbesondere ... [ zum Artikel ]
Wasser-«Fußabdruck» der Menschheit
Washington/Twente (dpa) - Im weltweiten Durchschnitt braucht und verschmutzt jeder Mensch rund 1385 Kubikmeter Wasser im Jahr - etwa 8600 Badewannen (160 Liter). Das hat eine umfassende Analyse zum weltweiten Wasserverbrauch ergeben. Die Unterschiede sind demnach erheblich: In den USA kommen pro Kopf und Jahr 2842 Kubikmeter zusammen, in Indien sind es 1089. In Deutschland liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 1426 Kubikmetern, zeigt das von Arjen Hoekstra und Mesfin Mekonnen von der Universität von Twente in den Niederlanden zusammengestellte Zahlenwerk. Publiziert ist es in den ... [ zum Artikel ]
Nanopartikel verändern Eisenaufnahme im Darm
Ithaca (dpa) - Nanopartikel aus einem bestimmten Kunststoff können - durch den Mund aufgenommen - die Aufnahme von Eisen im Magen-Darm-System stören. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher nach Tests an Hühnern sowie menschlichen Zellkulturen. Michael L. Shuler von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Staat New York) und Kollegen hoffen, dass mit diesem Modell die Wirkung von verschiedenen Nanopartikeln untersucht werden kann. Winzige Nanoteilchen unterschiedlichster Herkunft werden bereits in zahlreichen Materialien eingesetzt. Über Risiken und Nebenwirkungen dieser Technologie gibt ... [ zum Artikel ]
Argentinische Landschildkröte «surfte» gen Süden
Dresden (dpa) - Forscher aus Dresden haben eine Erklärung für die vergleichsweise schnelle Ausbreitung der Argentinischen Landschildkröte gefunden. Sie gehen davon aus, dass sie bei Hochwasser auf Treibgut im Desguadero-Fluss größere Distanzen überwand und den vormals lebensfeindlichen Raum im Süden Südamerikas zurückeroberte. Nach einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Senckenberg Forschungsinstitutes in Dresden hatte die Landschildkröte in einem Zeitraum von maximal 10 000 Jahren eine Distanz von 1000 Kilometern überbrückt. Was auf den ersten Blick machbar scheint - 100 Meter pro ... [ zum Artikel ]



