So wird Darmkrebs früh erkannt
Anspruch auf Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr Experten geben heute Rat am Leser-Telefon
Darmkrebs ist die zweithäufisgte Krebsart in Deutschland aber auch eine, die durch frühzeitige Erkennung besonders gut behandelbar ist. Bei einer Darmspiegelung kann der Arzt Krebs schon in der Vorstufe erkennen und entfernen.
Deutschland führt in puncto Darmkrebs eine traurige Statistik an. Im internationalen Vergleich, so berichtet das Deutsche Krebforschungszentrum Heidelberg, ist die Rate der an Darmkrebs Erkrankten in Deutschland besonders hoch. Dafür machen Experten unter anderem Ernährungs- und Lebensgewohnheiten verantwortlich: Übergewicht und damit einhergehende mangelnde Bewegung, viel rotes Fleisch, hoher Alkohol- und Tabakkonsum gelten als Risikofaktoren.
Ein Tumor im Dickdarm entsteht, wie auch andere solide Tumore, nicht innerhalb von Tagen oder Wochen, sondern Jahren und entwickelt sich aus Vorstufen. Diese gutartigen Tumoren sind als kleine Wucherungen an der Darmschleimhaut sichtbar werden diese Polypen erkannt und entfernt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken.
Untersuchung ist
"gut akzeptabel"
Ab dem 50. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf die Krebsfrüherkennung, ab dem 55. Jahr auf eine Darmspiegelung Die Koloskopie, eine Untersuchung, die befragte Patienten zu einem Großteil als "gut akzeptabel" schildern, wie eine Befragung durch den Berufsverband der Gastroenterologen zeigt. Eine Darmspiegelung vor dem 55. Lebensjahr ist zu erwägen, wenn ein oder mehrere Familienmitglieder im mittleren Alter an Darmkrebs erkrankt waren.
Zur Früherkennung gehören ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl und das Abtasten des Enddarms durch den Arzt. Diese Untersuchung kann vom Hausarzt und bei Frauen auch vom Gynäkologen veranlasst werden. Ist verstecktes Blut im Stuhl nachweisbar, kann, muss dies aber kein Zeichen für eine Krebserkrankung sein.
Beim Austasten kann der Mediziner lediglich Schleimhautveränderungen im unteren Darmabschnitt erspüren. Nur eine Darmspiegelung erlaubt es, den kompletten Dickdarm auf Polypen und andere Wucherungen zu untersuchen und diese zu entfernen. Die Darmspiegelung machen speziell ausgebildete Mediziner. Gibt es keinen Befund, muss die Darmspiegelung erst nach zehn Jahren wiederholt werden.
Sollte sich nach der Entfernung und feingeweblichen Untersuchung von entnommenem Gewebe ein Krebsverdacht ergeben, finden Patienten viele Kliniken, die auf die Behandlung von Darmkrebs spezialisiert sind.
Kann ich mich vor einer Darmkrebserkrankung schützen? Welche Risikofaktoren gibt es? Wo kann ich mich zur Darmspiegelung anmelden? Wie läuft die Untersuchung ab? Wieviel Sicherheit bietet sie? Was passiert, wenn bei mir Krebs festgestellt wurde?













