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14. Februar 2012
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Wenn Schnarcher den Schlaf rauben

Schlaflabor und Endoskopie gehen Schnarchen auf den Grund – Atemmaske oder Beißschiene können helfen

Von Dr. Olaf Schwetschke, Leitender Arzt der Abteilung für HNO-Heilkunde, Kopf-und Halschirurgie, Kreiskrankenhaus Gifhorn

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Bluthochdruck, nächtliches Erwachen mit Atemnot, Tagesschläfrigkeit, Herzrhythmus- und Potenzstörungen – typische Zeichen der nächtlichen Schlafapnoe und des schweren Schnarchens.

Das Schnarchen und die Schlafapnoe entstehen meist schleichend und führen zunehmend zu empfundener Tagesmüdigkeit, Leistungsminderung und assoziierten Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und erhöhtem Herzinfarktrisiko. Sie treten vornehmlich im Erwachsenenalter auf, können aber auch im Kindesalter vorkommen.

Normalerweise ist die Atmung im Schlaf ruhig und praktisch kaum hörbar. Demgegenüber wird Schnarchen als ausschließlich im Schlaf auftretendes Geräuschphänomen von jedem passiv Betroffenen sofort als solches erkannt. Hierbei gibt es verschiedene Schweregrade, also zum Beispiel leichtes gelegentliches Schnarchen und schweres Schnarchen, das mit Sauerstoffmangel im Blut während des Schlafes verbunden ist.

Vom Schnarchen zur Schlafapnoe ist es oft nur ein kleiner Schritt. Hierbei kommt es zu mehr oder weniger langen Atemstillständen im Schlaf, die oft mit Aufwachreaktionen verbunden sind und die Schlaferholung verhindern.

Die häufigste Störung der periodischen Atmung ist die sogenannte obstruktive Apnoe – durch Unterbrechung des Atemstromes an der Nase und Mund trotz anhaltender Atemanstrengung gekennzeichnet. Ursächlich kommen krankhafte Veränderungen der oberen Luftwege, aber auch Übergewicht in Frage.

Der Arzt ermittelt zunächst durch gezieltes Fragen die Symptome und Beschwerden. Es folgen endoskopische und radiologische Untersuchungen. Wichtigste apparative Untersuchung ist die Überwachung des Patienten in einem Schlaflabor.

In der Behandlung kommen nach sorgfältiger Abklärung der Indikation operative und nichtoperative Verfahren zum Einsatz. Zunächst ist abzuklären, ob der Patient an einer Behinderung der Nasenluftpassage leidet. Das kann zum Beispiel bei einer verkrümmten Nasenscheidewand, Polypen oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen der Fall sein.

Auch bei vergrößerten Mandeln oder bei Anomalien des Gaumensegels und des weichen Gaumens muss die Störung operativ beseitigt werden. Die moderne Lasertechnik hat hierbei neben der Radiofrequenztherapie einen vorrangigen Stellenwert.

Alternativ hilft in machen Fällen auch eine speziell angepasste Atemmaske oder eine Aufbiss-Schiene für den Unterkiefer. Schnarcht jemand dauerhaft oder hat gar Atemaussetzer, so sind dies immer medizinisch abklärungsbedürftige schlafbezogene Atemstörungen.

Donnerstag, 18.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11944592/menuid/2468123

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